Hellyeah und P.O.D. in Köln, Essigfabrik am 25.06.2013

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DATUM» 25.06.2013
ARTIST» , ,
VENUE»

Die Supergroup Hellyeah kommt nach Köln. Zu den Mitgliedern dieses All-Stars-Ensembles gehören Vinnie Paul, der frühere Schlagzeuger von Pantera und Damageplan sowie Sänger Chad Gray und Gitarrist Greg Tribett von Mudvayne. Seit ihrem Debutalbum aus dem Jahre 2007 hat die Band sich in kürzester Zeit an die Spitze der modernen Metal-Bewegung in den Staaten gesetzt. Mit den Jungs der weltweit beliebten Nu-Metal-Gruppe P.O.D. können sich die Besucher in der Essigfabrik auf einen spitzen Abend freuen, der schon an der Schlange vor dem Einlass ein volles Haus vermuten lässt.

Zum Aufwärmen stellen sich heute die Briten von Sacred Mother Tongue bereit. Die Northamptoner spielen melodischen Metalcore mit vielen Gesangseinlagen. In ihrer Setlist gibt es Tracks von ihrem im April veröffentlichten Album „Out of the Darkness“. Die Band versucht immer wieder, die harten Parts mit sehr rockigen Riffs zu kombinieren. Die Mischung klingt gut! Die Kölner sind noch etwas verlegen und lauschen still, klatschen aber umso begeisterter nach jedem Song. Nach 30 Minuten beenden die Engländer ihr Set um kurz nach 20.15 Uhr.

Als Nächstes kommen P.O.D. auf die Bühne! Diese jubelnde Begeisterung, die die Band von den Kölnern bekommt, habe ich selten in der Essigfabrik miterleben können. P.O.D. haben sich fast zehn Jahre nicht in Deutschland blicken lassen. Eine verdammt lange Zeit für eine solch erfolgreiche Band! Man merkt den Kölnern an, dass sie P.O.D. vermisst haben. Heute macht Sänger Sonny mit seinen Jungs alles wieder gut, um die versäumten letzten Jahre vergessen zu lassen. Der Sound, der heute wirklich klar und druckvoll ist, betont die Einzigartigkeit ihrer Musik. Das Gemisch aus Crossover mit Metal und Reggae haben sie perfektioniert und in ihren Alben „Satellite“ und „Payable on Death“ verewigt. Die ganze Halle singt den Refrain von „Alive“ und „Boom“ mit, während Sonny gemütlich in den ersten Reihen das Mikro in die Menge hält. Bester Song des Abends ist „Youth of the Nation“, der einfach pures Gänsehaut-Feeling aufkommen lässt. Einen großen Respekt an die Band und das euphorische Publikum! Diese Show wird noch lange in Erinnerung bleiben.

Hellyeah haben es nach dieser Lehrmeister-Vorführung einer perfekten Metal-Show schon schwerer, den Abend noch zu toppen. Aber zum Glück haben die Mitglieder aus Mudvayne und dem ehemaligen Pantera-Schlagzeuger Vinnie Paul mehr als genug Erfahrung und Fähigkeiten, um jeden Kölner von sich überzeugen zu können. Vinnie Paul hat seine Note in die Band eingebracht und beweist an den Drums, warum er in den 90ern einer der besten Drummer unserer Zeit wurde. Die Songauswahl bietet eine grobe Mischung aus den wichtigsten Titeltracks aller drei Alben. Also für alle eine Menge Groove Metal, der zum Headbangen animiert! Sänger Chad hat eine wirkliche markante und wiedererkennbare Stimme, die live genauso frisch wirkt wie von den Alben. Nach einer Stunde endet ihr Set mit „Hellyeah!“.

Der Abend war für alle Beteiligten ein voller Erfolg, der sich gerne wiederholen sollte. Es wäre wünschenswert, wenn P.O.D. und Hellyeah sich in Deutschland wieder blicken lassen würden, oder?