Die Nu-Metal Helden von Korn geben sich in Köln die Ehre, 06.05.2014 – Palladium

Korn Tour 2014 Palladium Köln
DATUM» 06.05.2014
ARTIST» ,
VENUE»

Die Nu-Metal-Pioniere machen sich rar in Deutschland. Dabei gibt es genug Fans, die Korn gerne live sehen würden, besonders nach der im letzten Jahr veröffentlichten Platte „The Paradigm Shift“. Korn spielen auf dieser Tour nur ein exklusives Deutschland-Konzert in Köln. Das bringt viele Pilger in die Stadt, welche schon eine Stunde vor dem Einlass in fröhlicher Stimmung, auf das, was auf sie zukommt, warten.

Als Support gibt es dieses Jahr nur eine Band: Hacktivist. Die Engländer sind nicht wie der Name vermuten lässt, politische Computer-Hacker, sondern eine Djent-Band. Zur Frage was ist Djent und wie es klingt, sollte man sich einfach einen Song der Jungs anhören, groovige Acht-Saiter-Gitarren mit zwei Sängern, die in verschiedenen Stilen miteinander rappen. Klingt doch irgendwie nach Nu-Metal, aber auf hohem Niveau! Der Sound ist gewaltig. Der Bass scheppert durch die Halle. Diese Band beeindruckt. Nach dem Hacktivist letztes Jahr auf dem Download Festival und Rock Am Ring gezeigt haben, dass sie die großen Bühnen für sich gewinnen können, geben sie jetzt Vollgas. Da scheint jemand nach den Sternen greifen zu wollen. Heute wurde alles richtig gemacht.

Plötzlich füllt sich die Halle. Gleich kommen Korn auf die Bühne. Über die Setlist sind sich viele im Unklaren. Die Fans sind glücklich, Gitarrist Brian „Head” wieder als Teil der Band zu haben und ihn live performen zu sehen. Der riesige Banner im Hintergrund ist passend zum letzten Video-Clip „Spike In My Veins“ und lässt gute Laune aufkommen. Still betritt die Band die Bühne, während Munky das Interlude von „Sombody, Someone“ spielt. Plötzlich jubelt das ganze Palladium und fängt an, wild zu den treibenden Beats zu tanzen. Um die Stimmung noch mehr anzuheizen, gibt es direkt „Twist“ hinterher, einer der härtesten Songs von Korn, der einfach zum Headbangen animiert. Jetzt kommt Jonathan Davis erst dazu, die Kölner ordentlich zu begrüßen und verkündet, wie sehr er Köln mag. Weiter geht es im Programm mit „Freak On Leash“ und mit „Love and Meth“ einem vom „The Paradigm Shift“. Diesem Album merkt man klar die Note von Brian „Head” an. Es wird weniger experimentiert, mehr Metal ihrer alten Schule gezeigt. Bei „Narcissistic Cannibal“ kommen alle Party-Leute und Dub-Step-Liebhaber auf ihre Kosten. Der Song ist eine Zusammenarbeit der Band mit Skrillex und Kill The Noise. In der Setlist wird die Breite der Diskographie ausgenutzt, um die vielen verschiedenen Elemente, aus denen Korn ihren Sound kreieren, zu zeigen. Highlight wie auf jeder Show ist Jonathan Davis‘ Auftritt mit dem Dudelsack zu „Shoots And Ladders“. Dieser Song weckt bei jedem Besucher positive Erinnerungen und es macht einfach nur Spaß, darauf abzugehen. Als Zugabe gibt es mehr noch Songs aus der Anfangszeit, um in Erinnerungen zu schwelgen. Als allerletzten Song gibt es „Blind“, um die letzten Kräfte aus den Kölnern zu locken.

Als alle im stürmenden Regen das Palladium verlassen, kann ich nur sagen, dass ich noch nie so glückliche Menschen gesehen habe, die klitschnass zur Bahn gehen. Dieser Abend war definitiv einer der besten Konzerte in Köln in diesem Jahr.

Hier gibt es die Korn Konzertfotos der Tour 2014 aus dem Palladium in Köln