Opeth und Anathema Live im Kölner E-Werk, 21.12.2012

Opeth Tour 2012 Deutschland Köln
DATUM» 21.12.2012
ARTIST» ,
VENUE»

Die Zeichen für einen denkwürdigen Abend für Progressive Rock und Metal-Fans sind in Köln ideal. Anathema und Opeth geben sich heute im E-Werk die Ehre, ein Konzert der Extraklasse zu spielen. Es könnte keine bessere Musik geben, um sich auf die kommenden kalten Wintertage einzustimmen.

Unter jubelndem Applaus kommen fünf Herren und eine Dame auf die Bühne. Es sind die Briten Anathema. Nach ihrer letzten Tour im Juni, benannt nach ihrem neuen Album „Weather Systems“, spielen sie nun wieder in Deutschland. Ihr Set beginnen sie mit „Deep“, gefolgt von „Thin Air“ und beiden Teilen des Songs „Untouchable“. Keyboards betonen den leichten atmosphärischen Gesang von Darren White. Der sehr melancholische Rock wird durch sehr geschickten Doom Metal umhüllt. Diese Band hat in den letzten 22 Jahren 9 Alben veröffentlicht und kann bei einer Spielzeit von 45 Minuten nicht ihre ganze facettenreiche Seite zeigen. Dennoch schaffen es Anathema, eine gelungene Mischung aus den neueren Werken heute Abend im E-Werk abzuliefern und somit ihre wärmenden und schwermütigen Lieder in fabelhafter Live-Umsetzung an die Zuhörer weiterzugeben. Zum Schluss gibt es von ihrem Album „Alternativ 4″ ihre Track „Fragile Dreams“, danach verschwinden sie in dem Jubel, in dem sie aufgetreten sind.

Jeden Augenblicklich müssten nun Opeth auf den Schauplatz des Geschehens treten. Gespannt wartet das Publikum im E-Werk, mit welchen Songs uns die Band heute überraschen wird. Haben Opeth auf ihren letzten Touren fast komplett ihr „Heritage“ gespielt, hoffen doch viele Anwesende einen breiten Songteich aus ihren vielen Alben, die den progressiven Death Metal bis heute mitgeprägt haben, hören zu können. Eröffnet wird das Set nach einem kleinen Klavierintro mit jäzzig-rockigem „The Devil’s Orchard“. Danach geht es direkt mit härteren Klängen von „Ghost Of Perdition“ weiter. Still treibende Drums treffen auf dunkle Riffs und einer sehr düsteren brüllenden Stimme, die von leichten Keyboards untermalt wird. Sänger und Gitarrist Mikael Åkerfeldt zeigt sich, wie in jeder Show, mit einer beeindruckenden Live-Stimme, der die Wechsel zwischen klarem Gesang und Growls nicht schwer fällt. Ein besonderes Highlight bietet „White Cluster“. Viele der Gäste haben mit diesem Song aus alten Zeiten nicht gerechnet und freuen sich umso mehr diesem Progressiven-Metal-Klassiker nach langer Zeit wieder live lauschen zu können. Mit den Worten „Do you wanna hear an 13 minutes epic Death Metal Song?“ kündet Mikael mein Lieblings-Opeth-Song „Deliverance“ an. Dieses Stück zeigt das Können dieser Komponisten, welches die heutigen Musiker wie zum Beispiel von Between The Buried And Me und The Faceless geprägt hat, die versuchen, sich diesem Level an Talent zu messen. Nach einem langen Applaus spielt Opeth „Blackwater Park“ als würdiges Ende und idealen Zugabe.