Parkway Drive, 24.11.2012 – Turbinenhalle Oberhausen

Vor der Turbinenhalle in Oberhausen steht eine Schlange von der Mitte des Parkplatzgeländes bis zum Halleneingang. Parkway Drive spielen mit Emmure, The World Alive und Structures. Bei der Klasse an Metalcore Bands ist der Andrang kein Wunder. Auf die Vorfreude für die kommende Show wirkt das Warten in der Schlange nur halb so lange und kalt.

Unter dem Wartefaktor kann leider Structures nur von draußen gehört werden. Aber diesen jungen und talentierten Musiker haben schon auf ihrer Tour mit Veil Of Maya einen großartigen Job als Opener geleistet, warum sollte es an diesem Abend anders sein?

Lautes Klavier Intro, dann ein Schrei gefolgt von einem Breakdown und tanzsüchtigen Publikum! The World Alive scheinen Metalcore im Stile von The Devil Wears Prada und Of Mice & Men zu spielen. Unter Fearless Records haben sie schon zwei Alben und eine Ep veröffentlicht. Die Band scheint sich nun durch Touren durch die ganze Welt einen Namen erspielen zu wollen. Ihr neues Album „Life Cycles“ kommt hier gut an und wirkt in sich sehr rockig und schlüssig. Wir können gespannt sein, wie weit es diese Band noch schafft.

Mit Emmure kommen die selbsternannten Partykönige des Hardcores auf die Bühne, eine der erfolgreichsten Bands von Victory Records, die über dieses Label in den letzten 5 Jahren über 5 Alben veröffentlicht hat. Emmure klingen nach Nu-Metal mit Breakdowns und kleinen Rap-Elementen. Diese sehr einfache und lockere Musik ist ideal dazu gemacht, um die Tanzfläche zu stürmen. Sänger Frankie Palmeri keift sich die Seele aus dem Leib und auch der Rest der Band zeigt sich spielsicher. Emmure haben ihre Mission, einfach nur Partyfeeling aufkommen zu lassen, erfüllt und die Menge auf Parkway Drive heiß gemacht.

Parkway Drive haben sich in den letzten sechs Jahren durch Fleiß, Leidenschaft und sympathisches Auftreten zu der erfolgreichsten Metalcore Band der Szene hoch gearbeitet. Heute haben sie es geschafft, dass über 3000 Menschen zusammentreffen, um sie bestimmt zum wiederholten Male live zu sehen. Die Australier eröffnen das Set mit ihren Songs „Sparks” und „Old Ghosts/New Regrets“. Jetzt kommt der Hauptsong ihres Albums „Deep Blue“ mit dem Namen „Sleepwalker“. Es kracht viele Breakdowns und schnelle Harmonieläufe, während Sänger Winston McCall mit seiner tiefen Stimme wirklich auffällt. Die neue Platte „Atlas“ beeindruckt wieder mit klaren Metalcore der Marke Unearth. Darum dürfen von diesem Album keinenfalls die Songs „Blue and the Grey“ und „Dark Days“ fehlen. Ich habe noch nie erlebt, dass Besucher die Texten nicht nur mitsingen, sondern hier als ganze Halle Riffmelodien anstimmen, als wären sie in der Südkurve eines Stadions. Parkway Drive haben die Leute in der Hand und rocken verdammt gewaltig die Hütte. Nach dem der Schweiß von der Decke tropft und jeder kräftetechnisch am Ende ist, gibt es noch einmal mit „Home Is for the Heartless“ und „Carrion“ eine würdige Zugabe.

Auf dem Nachhauseweg höre ich aus verschiedenen Autos Parkway Drive. Die Besucher haben anscheinend nach diesem Konzert immer noch mehr Lust auf diese Band. Wir können uns auf die nächste Tour mit Parkway Drive freuen.

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