Periphery Luxor Köln am 08.05.2013

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DATUM» 08.05.2013
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Dies ist meine dritte Periphery Show in Köln. Ich kann von diesen Jungs und ihrer Musik einfach nicht genug bekommen. Zum Glück bin ich nicht der einzige Musiksüchtige, denn die getragenen Tour-Shirts am heutigen Abend beweisen, dass auch die anderen Luxor-Besucher sich des Öfteren bei Periphery blickenlassen. Wie auf den anderen Touren spielt nicht nur der Headliner in seiner eigenen Liga, sondern auch die Begleitung, in diesem Fall Tesseract und Syqem, bietet einen wirklich musikalischen Leckerbissen.

Wer sich in den letzten Jahren mit der deutschen Prog-Metal-Szene auseinandergesetzt hat, wird um die aus Hamburg stammenden Syqem nicht herumgekommen sein. Im letzten Jahr haben sie mit „Reflections of Elephants“ ein wirklich großartiges Album abgeliefert, das Live genauso beeindruckend wie von Platte klingt. Die ruhigen progressiven Rock-Parts werden gekonnt mit basslastiger Rhythmik kombiniert. Gerade erst frisch für das kommende Euroblast bestätigt, sollte jeder sich die Zeit nehmen, den Exportschlager aus der deutschen Heimat anzusehen. Die Kölner sind ganz begeistert und bewundern das instrumentale Können!

Das Schiff um Acle Kahney namens Tesseract hat nach der unendlich scheinenden Sängersuche mit Ashe O’Hara genau den Mann gefunden, um wieder Segel zu setzen. Ich bin erleichtert, dass die Band nach ihrem Album „One“ aus dem Jahre 2011 schließlich ein weiteres Album veröffentlichen kann. Die kommende Platte namens „Altered State“ erscheint am 27. Mai über Century Media und ist das meisterwartete Album der europäischen Prog-Szene. Heute Abend gab es selbstverständlich neues Material und die Luxor-Besucher kommen aus dem Staunen kaum heraus. Ich habe selten so eine Stille während eines Konzertes erlebt, die dann mit Jubelschreien beendet wurde. Tesseract haben die Leute in der Hand und bieten eine beeindruckende Show. „Altered State“ wird eines der besten Alben im Jahre 2013!

Der Stimmungswechsel bei Periphery war allen direkt bewusst. Die Amis haben Party im Blut und eröffnen ihr Set mit „Ragnarok“ und plötzlich fliegen vorne auf der Tanzfläche die Körper hin und her. Periphery haben einfach knackige und groovige Parts, die komplex sind, aber dennoch nicht zu kopflastig. Natürlich haben Periphery als Progressive-Metal-Band auch ein paar emotionale Nummern im Gepäck, in denen sich Sänger Spencer Sotelo beweisen kann. Seine Stimme kann mühelos in Growls und Clean-Gesänge wechseln, ohne nur ansatzweise aus der Puste zu kommen. Sie unterlegt diese experimentale Musik sehr stark. Sotelo kann aber nicht nur singen, sondern auch das Publikum in seinen Ansagen immer wieder aufmuntern und prächtig unterhalten. Es ist lustig, wenn Amerikaner von unserem Bier schwärmen! Nach sechs Songs gibt es unter lauten Zugabenrufe dann doch noch „Racecar“ als letzte Möglichkeit, sich auszupowern. Danach werden Band wie Publikum aus dem schon glühenden Luxor entlassen.

Der Abend hatte mit jeder Band eine verschiedene Ausrichtung von Prog-Metal gezeigt und jeweils eine Gruppe der Spitzenklasse. Bis zum nächsten Mal!