Red Fang hauchen Köln den Slude ein – 14.03.2014, Essigfabrik

DATUM» 14.03.2014
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Der Tour-Start von Lord Dying, The Shrine und Red Fang hätte an diesem Freitag nicht besser laufen können. Es ist schön warm, die Kölner sind total entspannt und vor allem freuen sich auf die kommenden Stunden mit guter Slude- und Rock-Musik. Pünktlich zum Start von Lord Dying ist die Essigfabrik schon voll. Die Band wirkt verdutzt und begeistert zur gleichen Zeit. Es scheint, als hätten sie auf ihrem ersten europäischen Tour-Tag nicht mit solch einem Publikum gerechnet. Die aus Portland, Oregon, stammenden Herren sind Labelkollegen von Red Fang, die schon einige Shows mit dem Headliner in den Staaten gespielt haben. Ihr neues Album „Summon The Faithless“ ist harter Sludge mit leichtem Doom-Einfluss. Mich erinnert Lord Dying an eine Mischung von High On Fire und Kylesa. Den Kölnern gefällt die dröhnende Musik und so kassieren Lord Dying viel Applaus. Am Ende ihres Sets gibt es „Dreams Of Mercy“. Ich wünsche Lord Dying noch viele weitere positive Erfahrungen auf ihrer Tour.

The Shrine hingegen sind dem Publikum bekannt und werden von den ersten Klängen aus den Boxen gefeiert wie Rock-Stars. Am 11. März dieses Jahres haben sie ihr neues Album „Bless Off“ veröffentlicht, dieses muss natürlich live dem Publikum ausführlich vorgestellt werden. Der riesige Banner, passend zum neuen Release, betont noch einmal, wie stolz The Shrine auf ihr neues Album sind. Musikalisch sind die Amis weitgefächert, von Stoner Rock bis Punk wirken die Songs der drei Herren oldschool, groovig und leicht psychedelic. Hier weiß man, wie man gute Songs schreibt und diese live ans Publikum weitergibt. In der Essigfabrik wird geheadbangt und mit Begeisterung mitgesungen. Beide Seiten haben Spaß an der Show und wissen dies zu schätzen.

Nun kommen wir zum Headliner Red Fang. Wer diese Band schon einmal live gesehen hat, weiß, was auf ihn zukommt. Mit drei kreativen Alben, die die Stoner-Szene immer begeistert haben, kommen die Genre-Experten immer wieder gerne auf Europa-Tour. Besonders in Köln haben sie schon sehr gute Shows gespielt. Auf der Bühne hat diese Band eine ganz besondere Atmosphäre. Sänger Aaron Beams rauchige Stimme erkennt jeder wieder. Er haucht den energiegeladenen Songs noch mehr Leben ein. Die Refrains kennt jeder Besucher und singt sie lautstark mit. Der Sound an diesem Abend ist wirklich gewaltig. „Dawn Rising“ wirkt live noch düsterer und die Melodien in den Riffs donnern wie ein Gewitter. Diese Band ist wirklich intensiv, wie man es von ihren Platten her kennt. Ich habe selten so viel Begeisterung für eine Show in der Essigfabrik erlebt. Nach einer Stunde verlassen Red Fang mit lautem Geschrei die Bühne.

Der Abend bleibt lange in Erinnerung und hoffentlich kommen Red Fang mit ihrem Album „Whales And Leeches“ noch öfters auf Tour, am besten mit The Shrine und Lord Dying.