Such Gold wirken dem kalten Kölner Winter mit viel guter Laune entgegen!

DATUM» 19.01.2013
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Zu viel Schnee auf deutschen Straßen, würde mancheiner behaupten! Warum dann nicht mit einem Punk-Konzert wieder Sommergefühle in sich entdecken, um die triste, weiße Welt da draußen kurz vergessen zu können? Idealerweise fand zu diesem Gedanken am letzten Samstag im Kölner MTC von Such Gold statt, die sich vor ihrer UK-Tour mit Funeral For A Friend auch noch für einige Festland-Shows entschieden haben.

Als erstes eröffnen die Berliner Smile And Burn, die keine Probleme zeigen, die Anwesenden nach der eisigen Kälte draußen jetzt für ihre Musik begeistern zu können. Flotter Rock mit Hardcore-Elementen präsentieren die Jungs und lassen stark an Boysetsfire und As Friends Rust erinnern, besonders im gesanglichen Bereich. Nach einer halben Stunde sind Band und Besucher endlich warm und bedanken sich beiderseitig für die gute Show.

Danach kommen Major League auf die Bühne. Die auf den ersten Eindruck doch sehr schüchtern wirkenden Herren zeigen sich direkt zum ersten Song sehr energisch und voller Leidenschaft für ihren Pop-Punk. Leichte Melodien treffen auf eine sehr angenehme und wohlige Stimme, die vom Publikum durch Chorgesänge unterstützt wird. Unter Fans wird diese Musikrichtung auch gerne „Popcore“ genannt und erinnert stark an Blink-182, New Found Glory und A Day To Remember. Ihre im letzten Jahr veröffentlichte Platte „Hard Feelings“ interpretierten die Musiker modern und perfekt zusammen und bereiten Major League dank Teilnahme des Publikums ein Lächeln.

Wer Such Gold kennt, weiß eigentlich, was ihn erwartet, wer nicht, wird es jetzt erfahren. Die Post-Hardcore Band ist beliebt für ihren Stil, der schnellen, melodiösen Pop-Punk und leicht gesetzten Growls und Gesang verbindet. Heute Abend in Köln setzten sie alle diese von den Besuchern geschätzten Fähigkeiten tadellos um. Sänger Ben singt klar mit Enthusiasmus und animiert alle Anwesenden zum Mitmachen. Diese Aufforderung zum Stage-Diven lassen sich nicht viele zum zweiten Mal sagen und springen gelassen von der Bühne. Während der Pausen unterhält ihr Bassist, der sich persönlich nur „Wolf“ nennt, und lobt ihr neu veröffentlichtes Album „Misadventures“, welches auch für mich eines der besten fröhlichen klingenden Platten des letzten Jahres war. Am Ende ihres Sets spielen sie „You Are Your Greatest Threat (The Doctor Will Serve You Now)”, der sich nicht nur als Schluss eines Albums einen guten Platz erweist, sondern auch als Ende einer gelungener Show.

Mit dieser geladenen Menge an positiver Energie können wir den kleinen Wintereinbruch und die kommenden Tage mit Regen locker bis zur nächsten Show von Such Gold und Major League überstehen.