Corey Taylor – ein Rockstar und Geisterjäger erlebt Unglaubliches

VERÖFFENTLICHUNG» 12.09.2013
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Ich gebe zu: übersinnliche Phänomene haben schon immer einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt. Lang, lang ist es her – da habe ich die Radiosendungen von Rainer Holbe (vermutlich war es auf RTL) regelmäßig gehört. Später dann die Ergüsse von Däniken gelesen und schließlich Stephen King zu meinem Lieblingsschriftsteller auserkoren. Was das jetzt mit Corey Taylor zu tun hat? Sein neues Werk „Etwas Komisches geschah auf dem Weg in den Himmel“ geht genau in diese Richtung.

Corey Taylor ist Frontmann von Slipknot und Stone Sour. Letztgenannte Band existierte eigentlich zuerst, wurde aber nach einigen Demoaufnahmen zunächst auf Eis gelegt. Erst der weltweite Erfolg von Slipknot brachte auch die Vorgängerband wieder zum Vorschein und so ist der Gute jetzt bei zwei erfolgreichen Nu-Metal-Bands tätig. Neben seiner Sangestätigkeit hat er schon in einem Sexshop gearbeitet und er schreibt seit vielen Jahren eine Kolumne für das britische Magazin „Rock Sound“.

Bereits in seinem Werk „Die sieben Todsünden“ hat Taylor aus dem Nähkästchen geplaudert und philosophisches Gedankengut verbreitet. Jetzt erscheint sein zweites Werk, das ebenfalls umfangreiche autobiographische Bezüge hat. „Etwas Komisches geschah auf dem Weg in den Himmel“ beginnt mit Kindern, die nachts in ein vermeintliches Geisterhaus schleichen, erzählt von einer Villa in Hollywood, in der es seit Jahrzehnten spuken soll, und berichtet schließlich von einem „Geisterjäger-Team“, das der Sache auf den Grund gehen will. Nette Zutaten für einen spannenden Tatsachen-Roman, den Taylor als Haupt-Protagonist in der Ich-Form erzählt.

Corey Taylor plaudert munter drauf los. Ich finde, er schreibt recht flüssig und es macht Spaß, seinem Monolog zu folgen. Auch wenn man über das angeblich Erlebte meist den Kopf schütteln mag, liest sich das Buch sehr unterhaltsam. In vielen Passagen erinnern mich die Gedankengänge an Romane von Stephen King. Bei dem ist es klar, dass es sich um Fiktion handelt. Corey verleiht seinen Erzählungen zumindest einen Hauch des Unheimlichen, da er sie als wahre Erlebnisse schildert und den Leser mit auf diese unglaubliche Reise nimmt.