One Direction – Die ultimative Bandgeschichte als Taschenbuch

VERÖFFENTLICHUNG» 01.05.2013
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Eine Boygroup aus Großbritannien und Irland, fünf Mitglieder, alle Anfang der 90er geboren, gecastet in der Show „The X Factor“ – da schlagen Mädchenherzen höher. Immerhin gelten die fünf Schönlinge zurzeit als angesagteste Boygroup der Welt. 2010 haben sie den dritten Platz in der Sendung errungen, 2012 traten sie bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele auf. Ein wahrer Raketenstart, der sie in Musikzeitschriften und an Posterwände katapultierte. Zwei Alben haben sie bisher auf den Markt gebracht. Beide nicht nur in UK und Irland sondern auch in den USA an der Chartspitze.

Danny White hat eine Biographie verfasst, die es nun auch in der deutschen Übersetzung gibt. Was beim ersten Durchblättern auffällt: Viel mehr Fotos als Text! Hätte ich ehrlich gesagt auch nicht anders erwartet. Was soll man über so junge Kerle schon viel erzählen? Nach einer kurzen Einleitung stellt White alle Fünf einzeln vor. Dann wird ihr Weg durch „X Factor“ beschrieben, chronologisch anhand der Shows, die Woche für Woche stattfanden – bis hin zum Auftritt mit Robbie Williams beim Finale und dem enttäuschenden Abschneiden.

Aber es hat sich ja schon oft erwiesen, dass die größten Karrieren nicht auf die Casting-Sieger warten, sondern dass es häufig die Zweit- oder Drittplatzierten trifft. Schließlich fand sich schnell jemand, der das Potential des Quintetts erkannte, es unter Vertrag nahm und zu Erfolgen nicht nur auf der Insel, sondern auch in Europa und den USA führte.

Das alles wird zwischen Hochglanz-Fotos und bunten Seiten erzählt. Es gibt auch ein kritisches Kapitel mit dem Titel „Der Preis des Ruhms“ – doch hier beschäftigt sich der Autor ziemlich hanebüchen mit den Schwierigkeiten des schnellen Erfolgs und mit einigen kleinen, persönlichen Tragödien der Bandmitglieder. Es menschelt also etwas, aber nicht zu viel, um das Bild der Helden nicht zu beschädigen.

Das Buch eignet sich sehr für Fans von One Direction (1D). Nicht jedoch für Interessierte, die sich kritisch mit der Band auseinander setzen wollen. Väter, kauft es euren Töchtern. Sie werden euch vermutlich dankbar sein. Aber werft vorher zur Sicherheit einen Blick ins Jugendzimmer. Wenn dort schon Stone Sour oder Mumford & Sons an der Wand hängen: Finger weg – ihr seid zu spät.