Tony Iommi – „Iron Man“: Von Black Sabbath bis Heaven & Hell. Im Buch verrät er uns alles, was wir wissen wollen

VERÖFFENTLICHUNG» 14.05.2012
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Tony Iommis Autobiographie, die er gemeinsam mit Autor TJ Lammers zu Papier brachte, erschien ursprünglich schon im Jahr 2011 und kam ein Jahr später auf den deutschen Markt. Mit dem Erscheinen von Black Sabbaths Album „13“ gewinnt das Buch an neuer Aktualität. Zum ersten Mal schaffte es Black Sabbath in der 45jährigen Bandgeschichte ein Album in Deutschland an die Spitze der Charts zu hieven! Die Vorgeschichte dazu erzählt Iommi nun mit offenen Worten.

Der 1948 in Birmingham geborene Gitarrist ist ein interessanter Charakter mit vielen Facetten. Anfangs war er ein bodenständiger Fabrikarbeiter, der gerade dann, als er in die halbwegs professionelle Musikwelt einsteigen wollte, bei einem Unfall zwei Fingerkuppen verlor. Dass diese Einschränkung später zum charakteristischen Gitarrensound von Black Sabbath beitragen sollte, ist eine der spektakulären Fußnoten der Musikgeschichte.

Darüber hinaus verrät Iommi nur wenig aus dem Privatleben. Die Kapitel drehen sich hauptsächlich um die Karriere der Band und strotzen vor kurzen Geschichten, die die Bandmitglieder eher wie kleine Jungs als wie harte Männer wirken lassen. Natürlich spielen auch Alkohol und Drogen eine entscheidende Rolle, doch das hat niemand anders erwartet. In diesem Sinne unterscheidet sich die Biographie kaum von anderen Schriften über die Geschehnisse der hard-rockenden Musikwelt.

Das Leben auf der Überholspur zieht in kleinen Kapitel am Leser vorüber, die dann so blumige Titel tragen wie „Eine Karriere, die an einer dünnen Saite hängt“, „Wie drei Engel einmal den Heavy Metal retteten“ oder „Oh nein, nicht schon wieder Kaviar!“. Es ist kein dicker Wälzer mit endlosem Wortschwall geworden. Die Geschehnisse werden flott und interessant erzählt. Man kann nach wenigen Seiten wieder Pause machen und der Geschichte locker anhand der Kapitelüberschriften folgen. Auch Gelegenheitsleser dürfen sich also durchaus an das Buch heran wagen.

Aufgelockert wird die Story durch zwei Blocks mit Schwarz-weiß-Fotos. Toni und TJ erzählen flüssig und ganz sicher ist es auch schön, die Sabbath-Geschichte mal aus einer anderen Perspektive zu erfahren, wo doch Ozzy Osbourne seit Jahren mit selbst gebastelten Skandälchen die Medien beherrscht und seinen eigenen gloriosen Unheiligenschein über alles stellt.

In der Gegenwart angekommen zieht sich der geneigte Leser dann am besten das aktuelle Album rein. Trotz seiner 2012 diagnostizierten Krebserkrankung ist Tony Iommi bei den neu formierten Black Sabbath dabei und darf sich mit im Erfolg sonnen. Man gönnt es ihm und liest mit Interesse die Story vom Aufstieg des Arbeiterkinds zum Superstar.

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