A Day To Remember sind mit ihrem neuen Album „Common Courtesy“ zurück

VERÖFFENTLICHUNG» 22.11.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Schon drei Jahre sind ins Land gezogen, seitdem A Day To Remember „What Separates Me From You“ veröffentlicht haben. Dieses Album war im Gegensatz zu den vorherigen Alben ruhiger gehalten. Verstärkt wurde auf fröhliche Ohrwurm-Hits gesetzt, anstatt den Mosh-Hammer auszupacken. Die Reaktion der Fans war gespalten. Nur ein Jahr nach dem perfekten Album „Homesick“ kam dieses Album etwas übereilt heraus. Der Ruf nach Sell-Out für den Mainstream wurde A Day To Remember vorgeworfen. Ich fand diese Reaktion nicht gerechtfertigt, da der Pop-Punk immer den Reiz ausgemacht hat und still im Vordergrund stand, egal wann.

Anscheinend haben sich A Day To Remember das Feedback zu Herzen genommen. Mit „Common Courtesy“ wird es wieder härter. Nicht viel härter, aber die Core-Elemente sind wieder merklich zu spüren. Es ballert immer in regelmäßigen Abständen böse Breakdowns, mal als ganzer Song oder immer wieder als Akzent. Im Gegensatz dazu sind die poppigen Parts noch nie so kitschig gewesen. Die Refrains klingen perfekt radio-tauglich und wirken wie die härtesten Kuschel-Rock Songs aller Zeiten. Besonders „End Of Me“ hat einen Nickelback-Sound, dass einem schon komisch zumute wird. Aber es klingt originell und genau so ausgefallen, wie A Day To Remember einst waren! Das Wechselspiel zwischen Engelchen und Teufelchen war immer das Markenzeichen dieser Band und wird auf „Common Courtesy“ wieder bewusst genutzt.

Jeder, der A Day To Remember schätzt, bekommt mit „Common Courtesy“ mit, warum er die Band liebt. War „Homesick“ mit Spielereien gefüllt, um die Ausgewogenheit von Pop und Mosh immer mit Eigentümlichkeit zu besetzen, gibt es 2013 eine andere Interpretation ihrer eigenen Musik. Der Baukasten ist der identische wie immer: Herzschmerz-Texte, eingängige Melodien und Jedermann-Hardcore. Es gefällt und macht Spaß und darum geht es nun mal in dieser Musik.

A Day To Remember Common Courtesy hier reinhören!