A Fine Frenzy präsentiert mit „Pines“ eine magische naturverbundene Zukunftsvision

VERÖFFENTLICHUNG» 12.10.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Unter dem Künstlernamen A Fine Frenzy entfaltet die Sängerin und Songwriterin Alison Sudol seit 2007 ihre zauberhaften musikalischen Visionen. Ihr dritte Album „Pines“, mit dem sie sich selbst aus einer persönlichen Schaffenskrise holte, ist ihr bisher ambitioniertestes Werk. In 13 Songs erzählt „Pines“ vom Überlebenskampf der durch den Menschen bedrohten Natur und ist mahnende Fabel und hoffnungsvolles Märchen zugleich.

Die Inspiration für dieses außergewöhnliche Konzeptalbum fand Alison in den Cascade Mountains und unter den Mammutbäumen der Redwood Forests. Aufgenommen wurde es mit einer Schar talentierter Musiker und Produzent Keefus Green innerhalb von sieben Tagen im Capitol Studio von Los Angeles. Die Reise beginnt mit dem beinahe meditativen „Pinesong“, in dem sich anfängliche Resignation in langsam keimende Hoffnung wandelt.  Mit „Winds Of Wander“ ruft Alison zum Aufbruch und erfährt in „Avalanches“ die Kraft der Natur in Form einer Schneelawine – die aber nicht als bedrohlich, sondern als Schutz und Ruhe versprechend empfunden wird.

Die Klangwelten von „Pines“ sind überwiegend ruhig und atmosphärisch, von akustischen Instrumenten und Alisons klarer Stimme getragen. Verträumt und sehnsuchtsvoll entfalten sich der „Riversong“ und „Dream In The Dark“, „The Sighting“ ist unter einer ruhigen Oberfläche  voll innerer Spannung, und „Sadseasong“ verbindet die klangliche Weite des Meeres mit einer tiefen Melancholie. Aber es gibt auch rhythmische, mitreißende Titel wie etwa „Sailingsong“ oder das euphorische „It´s Alive“. Spätestens mit diesem Song ist das Album bei seiner optimistischen Botschaft angelangt, die sich mit „Now Is The Start“ fortsetzt und mit der ruhigen Pianoballade abschließend noch einmal zusammengefasst wird.

„Pines“ ist kein einfaches Album, keines zum mal eben nebenher oder auf langen Autofahrten zu hören. Man muss sich schon auf Alisons Botschaft und ihre musikalische Welt einlassen, um die ganze Schönheit dieses Werkes würdigen zu können. Basierend auf der Geschichte von „Pines“ sind übrigens auch ein Buch und ein Zeichentrickfilm in Arbeit – man darf gespannt sein, wie sich dieses neue Universum von A Fine Frenzy noch weiter entwickelt.