A Pale Horse Named Death „Lay My Soul To Waste“ – das zweite Album besitzt Gänsehautfaktor!

BEWERTUNG» 7 / 9
DATUM» 24.05.2013
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Type O Negative Drummer Sal Abruscato hat mit A Pale Horse Named Death eine Band erschaffen, die auch ohne Namedropping bestehen kann. Zwar scheinen APHND alle Eigenschaften von Type O Negative zu haben, denn sie sind düster, rockig, mit melancholischen Texten versehen und besitzen Soli, die einem einfach unter die Haut gehen, aber dennoch ist es eine selbständige Gruppe mit eigener Vorgeschichte und eine kommende, die mit „Lay My Soul To Waste“ fortgeschrieben wird.

Das Debut „And Hell Will Follow Me” scheint vielen hier in Europa kein Begriff zu sein. Damals schien die Band keinen richtigen Anschluss in der weltweiten Doom-Gemeinde gefunden zu haben. Im Jahre 2013 gilt es, sich mit „Lay My Soul To Waste“ wieder zu zeigen und dieses Mal den Zuspruch zu bekommen, den die Band verdient! Wenn man beide Platten im direkten Vergleich zueinander stellt, bemerkt man sofort, dass das neue Album mit Bedacht in Richtung Fortschritt geschrieben wurde. In der zweijährigen Schaffenszeit lag der Blickpunkt darauf, dass die Vielfältigkeit von Gothic-Rock und Doom-Metal mit düsteren Harmonien in den Gitarrenläufen verbunden werden sollte. So kann sich der Gesang noch mehr absetzen und die Platte wirkt breiter. Ein einfallsreicher und kreativer Schritt von den New Yorkern, denn dies hat den Vorteil, dass „Lay My Soul To Waste“ die Eigenschaft besitzt, sofort treibend zu klingen, da Riffs und Gesang in rockigen Gegensätzen eine kräftige Atmosphäre aufbauen! Die Stimme von Sal Abruscaton hat eine beruhigende Wirkung, die fast tröstlich klingt. Sie passt zu den traurigen Texten und langsamen Takten, die klar im Mittelpunkt dieses Albums stehen.

Wer dieses Jahr in Sachen düstere Rock-Musik um A Pale Horse Named Death herum kommt, der lebt hinterm Mond. Wenn diese Herren ihr schöpferisches Können auf ihrem nächsten Album genauso fortsetzen, bin ich gespannt, wie weit es diese Band noch schafft. Mit „Lay My Soul To Waste“ bleibt diesmal die Furore nicht aus. Bestimmt nicht!