Alex Hepburn – Together Alone: Eine rauchige Stimme, viel Leidenschaft und Energie!

VERÖFFENTLICHUNG» 14.06.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Britische Künstler beherrschen momentan die weltweiten Charts wie schon lange nicht mehr. Vor allem die Frauen liegen da ganz vorn, angefangen bei Adele über Emeli Sandé bis hin zu Ellie Goulding. Und mit der Londoner Songwriterin Alex Hepburn will sich gleich die Nächste in diese Riege einreihen. Die Tochter schottischer Eltern wurde bekannt, als sie 2011 im Vorprogramm von Bruno Mars auftrat. Jetzt erschien ihr Debütalbum „Together Alone“.

Schon mit ihrer EP „Pain Is“ machte sie auf sich aufmerksam und heimste den Titel „Single Of The Week“ bei iTunes ein. Das trug sich noch in Frankreich zu, wo Alex Hepburn viele Jahre ihres Lebens verbrachte. Wenn sie nach ihren Vorbildern gefragt wird, zählt sie Jimi Hendrix, Jeff Buckley, Etta James und Billie Holiday auf. Und was sie selbst draus macht, ist eine Mischung aus Pop und Blues. Eine rauchige Stimme, viel Leidenschaft und Energie.

Mit „Miss Misery“ geht es noch rockig und radiotauglich los, doch ihre größte Stärke spielt Alex mit Soul-Balladen wie „Broken Record“, „Hold Me“ und „Two Point Four“ aus. Wenn die Arrangements ganz auf ihre Stimme und ein Piano oder die akustische Gitarre reduziert werden, erinnert sie einmal an Janis Joplin, an anderer Stelle an Pink. Diese Bandbreite bringt sie locker mit sich – und betört dann noch mit Nachtclub-Krachern wie „Bad Girl“.

Eigentlich wollte Alex Hepburn Meeresbiologin werden. Dass sie sich anders entschieden hat, ist ein großer Gewinn für die Musik. Das Album „Together Alone“ schwankt zwischen Melancholie und Aggressivität und trägt die Energie eines Songs wie „Under“ locker über 45 Minuten. Ein absolut starkes Debüt!