Alicia Keys zeigt sich auf ihrem fünften Album als „Girl On Fire“

VERÖFFENTLICHUNG» 23.11.2012
BEWERTUNG» 8 / 9
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Seit sie weltweit die Charts eroberte, gehört die junge Amerikanerin mit der großartigen Stimme zu den Königinnen des Soul und R´n´B. Ihre Alben bieten einen gelungenen Mix aus Soul, Funk und dezenten Jazz-Klängen. Viel Piano, eine wundervolle Stimme – allesamt atmosphärische Meisterwerke. Und spätestens mit „Empire State Of Mind (Part II) / Broken Down“ hat sie einen Song für die Ewigkeit geschaffen.

„Girl On Fire“ ist bereits ihr fünftes Studioalbum und es lebt von jedem Moment, in dem man Alicias Stimme klar und bewegt hört, ohne dass elektronischer Firlefanz die Vocals verdeckt. Es ist ein Album voller Hymnen und Balladen. Es beginnt mit dem Piano-Intro „De Novo Adagio“ gefolgt von der Single „Brand New Me“. Ein starker Song, der sich eindrücklich in die Gehörgänge schleicht. Dann folgt das emotionale „When It’s All Over“, das mit einem lustigen Dialog zwischen Alicia und ihrem Sohn Egypt endet.

Beim Titelsong rappt in der „Inferno Version“ Nicki Minaj mit. Ein ganz passables Duett. Und auch die Kollaboration mit Maxwell in „Fire We Make“ ist sehr hörenswert. Die verzaubernden Melodien überwiegen – wie bei „Tears Always Win“, der Gitarrenballade „That’s When I Knew“ und dem sanften „One Thing“. Das 6minütige „101“ schließlich ist ein gelungener Abschluss und macht das Album sehr rund und homogen.

Insgesamt hat das Werk wieder stärkeren Soul-Charakter als „The Element Of Freedom“, das im Jahr 2009 viel Mainstream-Pop bot. Das Klavier übernimmt den größten Part in vielen Songs und damit hat Alicia eine gute Wahl getroffen. In dieser Konstellation kommt ihr Gesang einfach am besten zur Geltung.

Fazit: „Girl On Fire“ ist kein neues „Songs In A Minor“. Das Debüt bleibt weiterhin unübertroffen. Doch Alicia Keys hat sich spürbar weiter entwickelt und sie überzeugt mit einem souligen Sound, der seines Gleichen sucht.