Amanda Mair – Die schwedische Newcomerin bezaubert mit elegantem Indie-Pop

VERÖFFENTLICHUNG» 31.08.2012
BEWERTUNG» 8 / 9
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Skandinavien ist die Heimat einer erstaunlich hohen Anzahl talentierter junger Sängerinnen, die immer wieder auch den Rest von Europa beeindrucken. Ganz neu kommt nun aus Schweden die 18-Jährige Amanda Mair übers Meer mit 10 funkelnden Pop-Perlen auf ihrem selbstbetitelten Debüt im Gepäck.

Amandas Kapital ist ihre Stimme – hell und klar, aber mit einem leicht heiseren Unterton und auf eine unaufdringliche Weise sehr ausdrucksstark. Nachdem ein paar private Demoaufnahmen eher zufällig in die Hände von Johan Angergård, Chef des schwedischen Independent-Labels Labrador gelangt waren, bot er der jungen Sängerin einen Plattenvertrag an und schrieb gemeinsam mit Produzent Philip Ekström die passende Musik zu ihrer Stimme. Die Palette reicht von elegantem Elektropop über atmosphärische Hymnen bis zu berührenden Balladen.

„Said And Done“, „Doubt“ oder „Before“ haben einen gewissen Retro-Charme, und die Single „Sense“ zieht einen sofort mit ihrem beschwingten Rhythmus in ihren Bann. Beinahe hypnotische Wirkung entfalten dagegen die elektronischen Effekte in „It´s Gonna Be Long“ oder „What Do You Want“. Am eindrücklichsten aber wirkt Amandas Gesang, wenn er sich möglichst pur entfalten kann, so dass die sparsam arrangierten Balladen „Skinnarsviksberget“ und „You´ve Been Here Before“ meine persönlichen Highlights sind. Und auch „House“ mit seinem Piano-Intro und der sich steigernden Atmosphäre wirkt lange nach.

„Amanda Mair“ ist ein gelungenes Debüt – und ganz unabhängig davon, ob die kursierenden Vergleiche mit Kate Bush und anderen Popgrößen zutreffen, kann es die junge Sängerin mit dieser Stimme noch weit bringen.