Angus & Julia Stone treiben den Knutsch- und Kuschelfaktor in ungeahnte Höhen!

VERÖFFENTLICHUNG» 01.08.2014
BEWERTUNG» 9 / 9
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Seit dem letzten gemeinsamen Album „Down The Way“ und der Hitsingle „Big Jet Plane“ war es ruhig um die Geschwister Stone. Nach eigener Aussage sahen sich Angus und Julia in diesen vier Jahren sogar kaum, außer wenn sie sich zufällig mal in Paris über den Weg liefen. Jeder verfolgte seine eigenen Projekte. Sie nahm ihr zweites Soloalbum „By The Horns“ auf und er veröffentlichte sein Debüt „Broken Brights“. Wahrscheinlich wäre die Geschichte für immer so weitergegangen… hätte nicht Rick Rubin auf der Party einer Freundin Musik von Angus & Julia Stone gehört und beschlossen sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Und was tut man, wenn man eine E-Mail von Rick Rubin bekommt? Richtig! Man trifft sich mit ihm. „Irgendwann sagte ich ihm, dass ich gar nicht mit meinem Bruder zusammen Musik mache“, erinnert sich Julia. „Und Rick antwortete, ‘Okay, Angus würde ich auch gerne kennenlernen’.“

Gesagt, getan! Für zwei Wochen gruben sie sich mitten im trockenheißen Sommer des Jahres 2013 in Palisades ein und schrieben zum allerersten Mal zusammen an neuen Songs, bevor sie im September schließlich die Shangri La Studios von Rick Rubin in Malibu betraten. Das Ergebnis dieses kreativen Prozesses heißt schlicht „Angus & Julia Stone“ und enthält dreizehn Stücke von zauberhafter Schönheit. Ein Album voller Emotionen. Das Drahtseil über dem Abgrund der Seichtigkeit meistern Angus & Julia Stone dabei mit einer beeindruckenden Eleganz und Souveränität.

Alleine der teils zweistimmige Gesang sorgt für Gänsehaut. Hätte die Sonne eine Stimme, dann würde sie wohl genau so klingen. Doch auch wenn sich Angus und Julia abwechseln und die Bälle gegenseitig zuspielen (wie in „Heart Beats Slow“ oder „Other Things“) hört sich das an wie ein warmer Sommerregen. Angus‘ Timbre erinnert zeitweise ein wenig an Caleb Followill von den Kings Of Leon (was als Kompliment zu verstehen ist). Musikalisch begleitet von einer grossartigen Band zelebrieren die beiden 60 Minuten lang fluffigen Pop, der selbst bei dieser Länge keine Sekunde langweilig wird. Zwischendurch schielen sie mit der ersten Single „Grizzly Bear“ auch mal kurz in Richtung Reggae. „Wherever You Are“, „Death Defying Acts“, „Please You“ und vor allen Dingen „Main Street“ treiben den Knutsch- und Kuschelfaktor in ungeahnte Höhen. Absolutes Hitpotential haben für mich das bereits erwähnte „Heart Beats Slow“ oder das melancholische „Get Home“. Zu „From The Stalls“ kann man sogar kuscheln, knutschen und tanzen. Möglichst engumschlungen wohlgemerkt. Und ich wette, beim Closer „Crash And Burn“ hatte Neil Young seine Finger mit im Spiel. Doch das ist nur eine Vermutung…

Sicher ist, dass jeder Ton und jede Silbe auf diesem Album eine positive Energie ausstrahlt. Mal samtweich und strahlend, dann wieder fesselnd und frei oder entspannt und selbstbewusst – all das ist „Angus & Julia Stone“. Der abgedroschene Standardsatz „Es zieht den Hörer in seinen Bann“ trifft hier so zu wie selten zuvor. Ohne Zweifel ist es das bisher beste Album der Geschwister Stone. Meine einzige Sorge für die Zukunft ist nur, dass sie es kaum schaffen werden, das noch einmal zu toppen. Mehr Atmosphäre geht nicht!

Im November feiern Angus & Julia Stone ihre wiedergewonnene Zweisamkeit dann live in folgenden Städten:

Angus & Julia Stone Tour 2014

  • 09.11.2014 – Offenbach – Capitol
  • 10.11.2014 – Hamburg – Grosse Freiheit 36
  • 12.11.2014 – Berlin – Tempodrom
  • 13.11.2014 – München – Tonhalle
  • 14.11.2014 – Köln – Palladium

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