Anna F. – „King In The Mirror“: Vielseitiger und tiefgründiger Pop

VERÖFFENTLICHUNG» 28.02.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Ihre erste Single schaffte es von Myspace in eine Werbespot und von da direkt in die Charts, sie tourt als Support von Lenny Kravitz durch Europa und gründet sogar ein eigenes Plattenlabel – die junge Österreicherin Anna F. hat in den letzten Jahren so einiges erreicht. Nach ihrem von akustischem Singer-Songwriter-Pop geprägten Debüt „For Real“ erweitert  sie nun mit dem Nachfolger „King In The Mirror“ ihr musikalisches Universum.

Der Opener „Friedberg“ gibt die Grundrichtung des Albums vor – kraftvolle Beats, atmosphärisches Keyboard und darüber Annas leicht rauchige, verträumte Stimme, die über die Gegensätzlichkeiten des Lebens philosophiert. Direkt im Ohr hängen bleiben allerdings jene Stücke, die aus diesem Muster ausbrechen, wie die überwiegend mit Percussion arrangierte Single „DNA“ mit ihrem provokanten Text, oder auch der Titelsong „King In The Mirror“, eine von ruhiger Gitarre und Piano untermalte nachdenkliche Ballade, bei der Annas ausdruckstarker Gesang besonders zur Geltung kommt.

Ebenso verzaubert sie auf Anhieb mit dem melancholischen Liebeslied „Tongue Tied“ mit seinem wunderbaren Streicher-Arrangement. Andere Songs brauchen ein paar Durchgänge, begeistern dann aber zunehmend, wie etwa das rockige „We Could Be Something“, das rhythmisch faszinierende „Unbelievable“ oder auch das freche „Good Girl“.

Insgesamt ist Anna F. mit „King In The Mirror“ ein vielseitiges Pop-Album gelungen – oft eingängig, aber nie beliebig, und vor allem inhaltlich immer wieder zum Nachdenken anregend.

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