ATB nimmt „Contact“ auf – zwischen Ambient und Dancefloor

VERÖFFENTLICHUNG» 24.01.2014
BEWERTUNG» 6 / 9
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André Tanneberger, kurz ATB – DJ und Musikproduzent aus Sachsen, bewegt sich bereits seit 15 Jahren zielsicher durch die Dance Szene. Er weist mit acht erfolgreichen Studioalben, die sich meist in den deutschen Top 20 platzieren konnten,  eine bemerkenswerte Kontinuität in seiner erfolgreichen Karriere auf. 2013 wurde er vom britischen DJ Mag in die Top 20 der „Most Popular DJs In The World Of All Time“ gewählt. Kein Wunder, spielt André Tanneberger doch mittlerweile in Clubs, Hallen und auf Festivals auf der ganzen Welt.

Auch auf seinem Album „Contact“ überzeugt ATB mit neuen Songs, die die Grenzen zwischen Dance und Pop mühelos aufheben. „Es ist eine musikalische Kollektion meiner Erlebnisse und Reisen in den letzten, mittlerweile fast drei Jahren seit Veröffentlichung meines letzten Albums“, erläutert Tanneberger. Das Ergebnis sind 26 Titel auf zwei CDs, für die er sich eine Reihe von Gastsängern eingeladen hat – allen voran Stanfour, die den Smashhit „Face To Face“ veredeln, der ganz unkonventionell als gitarrenorientierter Popsong daher kommt.

Darüber hinaus gibt es aber hauptsächlich sphärische, elektronische Elemente, womit ATB stark an die Ideen von Christopher von Deylen (Schiller) erinnert. Die Tracks sind allesamt recht ruhig, oft geradezu balladesk gehalten, bauen Atmosphäre auf und wirken vor allem im Zusammenspiel mit weiblichen Vokalisten sehr gut. ATB will Emotionen vermitteln. Und das ist mit elektronischer Musik nicht unbedingt einfach. Zum Glück entdeckte er die genialen Stimmen von Boss and Swan, die auf mehreren Tracks zu hören sind und durchweg überzeugen.

Auf der zweiten CD finden sich überwiegend ruhigere ATB-Songs mit Ambient-Charakter, die die Bandbreite seines künstlerischen Schaffens weiter untermauern. So legt Tanneberger erneut ein solides Elektronik-Album vor, das die Herzen seiner Fans gewinnen wird, vermutlich aber nicht zum großen Chartbreaker avanciert. Was ihm fehlt, sind die ganz großen Namen, die Schiller mit Vorliebe featured. Mit Stanfour ist immerhin ein Anfang gemacht.

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