Barbara Schöneberger – „Bekannt aus Funk und Fernsehen“: Die beliebte Moderatorin sorgt mit ihrem dritten Album wieder musikalisch für gute Laune

VERÖFFENTLICHUNG» 25.10.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Barbara Schönebergerist nicht nur eine von Deutschlands beliebtesten Moderatorinnen, die bei kaum einer Preisverleihung Fehlen darf und es sogar mit Gottschalk und Jauch im Doppelpack aufnimmt. Vor einigen Jahren hat sie sich mit „Jetzt singt sie auch noch“ und „Noch mal, nur anders“ auch äußerst erfolgreich als Sängerin etabliert. Nach einer wohlverdienten Babypause folgt nun ihr drittes Album „Bekannt aus Funk und Fernsehen“.

Ihr Songwriter-Team hat Barbara Schöneberger zwar komplett ausgetauscht, die 13 neuen Songs beschäftigen sich aber wie gewohnt ironisch und humorvoll mit den Tücken des Alltags und der Liebe. In den Arrangements haben Bigband und Streicher aber größtenteils Platz gemacht  für Gitarren und Keyboard, und musikalisch geht es poppig-modern zu, wobei fröhlich in allen möglichen Genres gewildert wird. Mal südamerikanische Rhythmen, mal Jahrmarkt-Flair, mal James-Bond-Feeling – langweilig wird es auf diesem Album nicht.

Unterhaltsam sind aber vor allem die Texte, in denen die Sängerin wohl vielen ihrer Geschlechtsgenossinnen aus der Seele spricht – ob sie sich in „Gibt´s das auch in groß“ über den Größenwahn der Männerwelt lustig macht oder in „Mein Mann der Wal“ den stetig wachsenden Umfang des Gatten besingt. Geradezu biterböse wird es in „I Love Schwiegermutter“, und auch „Sparen“ ist alles andere als politisch korrekt – hier können die Männer dafür wieder mitlachen. Wer über dreißig ist, wird bestimmt an „Herr Kaiser“, einer Ode an die Werbung von früher viel Freude haben und das beschwingte „Mach ma´ endlich jemand Sommer“ wird ganz sicher ein Hit im nächsten verregneten Juni.

Meist wahrt Barbara in ihren Songs eine gewisse ironische Distanz, doch davon gibt es diesmal Ausnahmen. „Die Erste und die Letzte“ ist ein humorvolles, aber auch sehr privates Bekenntnis zu den Freuden der Mutterschaft, und „Irgendwie so anders“ ist mal ein Liebeslied ohne Hintergedanken, dafür mit reichlich Urlaubsfeeling. Im Abschlusstitel „Hollywood“ erklärt sie schließlich, warum eine internationale Karriere für sie nicht in Frage kommt und sie lieber durch Deutschland tourt.

Mit „Bekannt aus Funk und Fernsehen“ knüpft Barbara Schöneberger nahtlos an die beiden Vorgänger an und sorgt musikalisch für jede Menge guter Unterhaltung. Nächstes Jahr kann man sie auch wieder live in den Konzerthallen Deutschlands erleben – bis dahin erfreut uns die begabte Entertainerin aber bestimmt noch das ein oder andere Mal auf dem TV-Bildschirm.

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