Bela B mit „Bye“ im Wilden Westen

VERÖFFENTLICHUNG» 04.04.2014
BEWERTUNG» 6 / 9
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Bela B scheint ein Fan von Alliterationen zu sein. Sein erstes Album trug den Titel „Bingo“, das zweite hieß „Code B“ und das dritte Solowerk nennt er schlicht und ergreifend „Bye“. Allerdings ist dieses Album gar nicht so solo wie gewohnt, denn der Ärzte-Schlagzeuger hat diesmal ganz eng mit der Band Smokestack Lightnin‘ zusammen gearbeitet. Peta Devlin und Walter Broes bilden den Co-Starring, und als Feature zum zweisprachigen Song „My Soul / Dein Herz“ ist Lynda Kay mit dabei.

Musikalisch geht es stark in Richtung Country. Da passen Belas dunkel gefärbte Vocals und seine sanfte Stimme sehr gut dazu. Die Songs sind recht ruhig gehalten, so, wie man das von manchen seiner Ärzte-Titel gewohnt ist, aber ohne dass er auf die Gruselschiene geht. Allerdings kommt der schwarze Humor nicht zu kurz und Bela bietet eine gehörige Portion Selbstironie auf.

Die Gäste bringen es mit sich, dass auch Instrumente zu hören sind, die sehr nach Folk und kaum nach Punk klingen. Banjo-Klänge, schwermütige Songstrukturen, ein wenig Blues, viel Rockabilly. So konnte man sich das Vorstellen, wenn man von dem Projekt hörte, und ganz genau so ist es auch gekommen. Meine Highlights momentan? „Abserviert“, „Der Sünder“ und „Teufelsküche“. Bela B klingt anders, aber er enttäuscht seine Fans nicht. Platz 5 in den Albumcharts ist durchaus gerechtfertigt.

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