BELLINI: „Festival“ – der Samba steigt jetzt für Brasil

VERÖFFENTLICHUNG» 06.06.2014
BEWERTUNG» 6 / 9
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Bellini sind eine deutsche Popband, die nach einem brasilianischen Nationalspieler aus den 50er Jahren benannt ist. Logisch, dass da zur WM ein Album erscheinen muss. Es trägt den Titel „Festival“ und tut alles, um die Erkenntnis zu vermeiden, dass es sich um ein deutsches Produkt handelt.

Die Besetzung der Gruppe hat sich seit den 90ern mehrfach geändert. Zurzeit besteht das Trio aus drei gänzlich neuen und ausgebildeten Sängerinnen namens Myrthes (Brasilien), Maria (Mexiko) sowie Tracey (Barbados). Machen wir uns nichts vor: bei den Interpretinnen geht es um die Optik. Cover und Booklet bescheinigen, dass visuell alles stimmt. Musikalisch ist die Band ein Kunstprodukt – einzig zu dem Ziel geschaffen, südamerikanisches Lebensgefühl zu vermitteln.

Die Songs auf dem Album sind zum großen Teil schon bekannt. Der Superhit „Samba de Janeiro“ (1997) wurde als „Samba do Brazil“ neu aufgenommen. Auch der Klassiker „Brazil“ von Ary Barroso passt zum Motto und ist gleich in zwei Versionen (Studio und live) vertreten.

Die Songs in ihrer Gesamtheit können locker als Soundtrack für die WM-Zeit und den Restsommer dienen. Da gibt es extrem tanzbare und mitreißende Latin-Nummern wie „Festa“, Sergio Mendes‘ Klassiker „Mas Que Nada“ und Stevie Wonders „Outro Lugar“ – alles verpackt in moderne Gewänder.  Gleichzeitig bietet „Festival“ aber mit der wunderschönen Ballade „Esperanca“ oder dem Mid-Tempo-Klassiker „Canta Canta“ auch balladeske Songs zum Verschnaufen.

Bellini bieten mal wieder ordentliche Partymusik und haben die richtigen Songs zur richtigen Zeit. So durfte man das erwarten und so ist es geschehen. Die Optik stimmt – Innovation ist Fehlanzeige.

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