Big Soul, die X Factor Damen präsentieren ihr Debütalbum „Du siehst so gut aus“

VERÖFFENTLICHUNG» 01.06.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
LABEL» ,
  bei Amazon bestellen

In der ersten Staffel von X Factor begeisterten die vier stimmgewaltigen Ladies von Big Soul das Publikum und schafften es bis ins Finale, wo sie sich nur noch der Gewinnerin Edita geschlagen geben mussten. Zwei Jahre später präsentieren sie nun, allerdings nur noch zu dritt, ihr Debütalbum „Du siehst so gut aus“ mit souligem deutschsprachigem Pop.

Der Titel des Albums ist auch gleichzeitig der des Openers, ein fröhlich mitreißender Motivationssong, der die musikalische Grundrichtung vorgibt. Ähnlich kraftvoll geht es mit „Lady“ und „Viel zuviel“ weiter. Thematisch drehen sich die Stücke um Selbstbewusstsein, Respekt und das übliche Auf und Ab in Beziehungen. Man merkt, dass Big Soul einen gewissen Anspruch an ihre Texte gestellt haben, auch wenn das Ergebnis nicht immer innovativ  ist. So wurde „Die Affaire“ mit dem eigenen Mann ganz ähnlich schon von Maite Kelly besungen, und die inhaltlichen Parallelen zwischen dem eindringlichen „Ich bin für dich da“ und dem folgenden Cover „I´ll Be There“ sind auch nicht zu überhören.

Alexandra, Michelle und Nadine wechseln sich mit dem Leadgesang ab. Besonders stark sind allerdings die gemeinsamen Passagen, wo die drei Stimmen toll harmonieren. Dies kommt besonders bei den ruhigeren Titeln wie „Was unsere Liebe auf Händen trägt“ oder der tollen Pianoballade „Immer wenn“ zur Geltung. Die volle Frauenpower überzeugt aber auch bei den partytauglichen Songs „Lauter“ oder „Jeder Tag ist wie Musik“.

Neben dem bereits erwähnten „I´ll Be There“  haben die Ladies noch eine englischsprachige Coverversion mit aufs Album genommen – den Soulklassiker „Think“, überzeugend modern interpretiert. Und als Bonustrack gibt es den Song „Muss reisen“, den Big Soul für Tine Wittlers neues Buch- und Filmprojekt „Wer schön sie will, muss reisen“ aufgenommen haben. Insgesamt legt das Trio mit „Du siehst so gut aus“ ein ordentliches Debüt hin und beweist damit mal wieder, dass Castingshows im besten Fall nicht nur für die Gewinner ein Sprungbrett zur musikalischen Karriere sein können.