Blackmore´s Night – Dancer And The Moon: Die Fortsetzung einer musikalischen Reise voll Leidenschaft und Magie

VERÖFFENTLICHUNG» 14.06.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Vor kurzem noch ließen Candice Night und Ritchie Blackmore mit der Box „The Beginning“ ihre Fans an den Anfängen ihrer musikalischen Beziehung teilhaben. Mit ihrer Band Blackmore´s Night sind sie aber auch aktuell ganz fleißig und veröffentlichen gerade ihr inzwischen achtes Studioalbum „Dancer And The Moon“.

Der Titel ist ganz bewusst gewählt, denn der Mond mit seiner magischen Anziehungskraft hat die beiden Künstler von Anfang an inspiriert, und die Figur der Tänzerin verkörpert eine hingebungsvolle Leidenschaft, wie sie auch Candice und Ritchie musikalisch und persönlich verbindet. Inhaltlich bleiben Blackmore´s Night auf „Dancer And The Moon“ ihrem faszinierenden Renaissance-Rock-Stilmix treu, setzen aber auch neue Akzente, beispielsweise mit dem russisch anmutenden „Troika“ oder dem elektronischen Intro zu „The Moon Is Shining (Somewhere Over The Sea)“. Wem dieser Titel übrigens zu rockig ist, der kann sich stattdessen an der ruhigen Balladenversion  „Somewhere Over The Sea (The Moon Is Shining)“erfreuen.

Neben vielen eigenen Songs finden sich auf dem neuen Album wieder einige spannende Coverversionen. Die ursprünglich von Randy Newman geschriebenen Ballade“ I Think It´s Going To Rain Today“ ist in einer sehr rhythmischen Interpretation der perfekte Opener und auch dem Lagerfeuer-Klassiker „Lady In Black“ verleihen Blackmore´s Night neuen Schwung. Sehr stimmungsvoll wird  das traditionelle „The Ashgrove“ präsentiert, und auch ein alter Song aus Rainbow-Zeiten, „The Temple Of The King“  ist dabei.

Typische Blackmore´s Night-Stücke sind  das atmosphärischen „The Last Leaf“, der Titelsong „Dancer And The Moon“ und die Ballade „The Spinner´s Tale“, bei denen Candice Gesanghervorragend zur Geltung kommt. Fans von Ritchies virtuosem Gitarrenspiel kommen besonders bei den Instrumentalstücken „Minstrels In The Hall“, „Galliard“ und „Carry On… Jon“ auf ihre Kosten. Letzteres ist dem verstorbenen Deep Purple-Mitbegründer Jon Lord gewidmet und vor diesem Hintergrund ein bewegender Abschluss des Albums.

Blackmore´s Night setzen mit „Dancer And The Moon“ ihre leidenschaftliche musikalische Reise fort und beschwören erneut ihre ganz eigene Magie. Dass sie sich dabei nicht gerade neu erfinden, wird vielleicht den ein oder anderen Kritiker stören, aber bestimmt nicht ihre zahlreichen treuen Fans.