Blumentopf präsentieren B-Seiten und Raritäten

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Kein Autotunage, keine überzogenen Beats, keine Hook mit ausschließlich „Wooohoo“ und „Yeeeeah“-Parts – einfach nur Bass, Beats und ein Sprechgesang der dazu beigetragen hat, dass Blumentopf eine der einflussreichsten Gruppierungen der letzten zwei Jahrzehnte im Hip-Hop Genre waren. Ein Hauch von Nostalgie macht sich breit als „B-Seiten und Raritäten“, die neue Scheibe mit alten, vergessenen Perlen eingelegt wird.

Prinzipiell muss man die Songs nicht aufarbeiten, die meisten Kenner der Herren aus Bayern werden sofort in den Sprechgesang einsteigen, mit dem Knopf nicken und diese 21 Werke abfeiern. Als Hörempfehlungen stechen vor allem „Wollt Ihr“ und „Alte Bekannte“ direkt ins Ohr. Gelang Blumentopfs Versuch Blaskapellenmusik und Rap auf einen Nenner zu bringen („Das Fenster zum Berg“) doch eher mehr schlecht als irgendetwas anderes, zeigt „B-Seiten und Raritäten“ ihre Daseinsberechtigung in voller Montur. An Kompaktheit und Wortwitz kann die Platte locker mit den regulären Studioalben mithalten. Hoffen wir nur, dass der Nachfolger von „Wir“, ihr siebtes Album „Nieder mit der GbR“ (das Ende August erscheint), dem in nichts nachsteht. Hoffen wir…