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Brudini: Ein schaurig-schöner Trip in die Tiefe einer zerbrechlichen Seele

Brudini  •  From Darkness, Light
Veröffentlichungsdatum: 09.10.2020
Unsere Bewertung: 9 von 9 Punkten

Die dunkle Jahreszeit beginnt und ein Newcomer betritt die Bühne, der diese Jahreszeit und dieses unwirkliche Jahr 2020 mit so viel Gefühl in seinem Debütalbum repräsentiert: Brudini.

“From Darkness, Light” ist eine poetische Odyssee, wie ich sie bisher selten gehört habe. Es ist die Geschichte einer emotionalen und spirituellen Reise. Während der fünf Jahre seiner jüngsten Entwicklung wurde der thailändisch-norwegische Londoner Erik Brudvik Vater, sein Buchladen in Soho florierte zuerst, ging dann bankrott, seine langfristige Beziehung endete und er gab seine Karriere im Finanzwesen auf. Aber durch diese Veränderungen fand er schließlich seine kreative Stimme als Brudini.

Die Musik des Album ist so vielschichtig wie die Gefühle, die Brudini in seinen Songs interpretiert. Spoken Words, die an “An American Prayer” von Jim Morrison (+ The Doors), an Anne Clark oder das Album “Songs For Drella” von Lou Reed & John Cale erinnern, Dark Jazz Elemente, die an die Genregrößen von Bohren & Der Club Of Gore erinnern, Chanson-Elemente in “Pale Gold”, Art-Pop-Hommagen an Talk Talk in “Everything Is Movement”. Dies alles gewürzt mit einer Stimme, die in vielen zerbrechlichen Momenten Parallelen an die des Marillion-Sängers Steve Hogarth wecken.

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Selbst aufgenommen und selbst produziert, ist Brudinis Debüt eine Einladung zum bewussten Zuhören und bietet eine nackte und ungewöhnliche Perspektive auf das Blut und die Eingeweide des Übergangs ins Erwachsenenalter. Ein schaurig-schöner Trip in die tiefen einer zerbrechlichen Seele.