Bruno Mars offeriert uns seine ganz eigene Jukebox

VERÖFFENTLICHUNG» 07.12.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Bruno Mars‘ Mission war es, die Popmusik zu revolutionieren. Das hat er mehr als einmal betont und sich damit viel vorgenommen. Understatement ist nicht so seine Sache und daher gab es auch vollmundige Ankündigungen dessen, was man vom zweiten Album erwarten darf. Immerhin hat der Gute mit „Doo-Wops & Hooligans“ ordentlich vorgelegt. Wann gab es schon mal ein Debüt dieser Kragenweite? Die erste Erfolgssingle „Just The Way You Are“ war nur die Spitze des Eisbergs und der Vorreiter zum Erlangen von Radiotauglichkeit. Es folgten mit „Grenade“ und „Marry You“ wahre Soundmonster. Nicht zu vergessen die entspannten „The Lazy Song“ und „Talking To The Moon“. Es war kein Lückenfüller dabei. Man merkte dem Hawaiianer die jahrelange Erfahrung als Teil des Songwriter-Teams The Smeezingtons an. Immerhin war der 27jährige ganz nebenbei auch noch für Chartbreaker wie „Fuck You“ (Cee Lo Green) und „Wavin‘ Flag“ (K’naan) mit verantwortlich.

Kein Wunder also, dass „Unorthodox Jukebox“ zu den am sehnlichsten erwarteten Alben des Jahres 2012 gehört. Und die erste Single „Locked Out Of Heaven“ ließ Großes hoffen. Ein groovender Titel im Stil von The Police. Doch nachdem ich nun mehrfach das komplette Album gehört habe – mit zehn Titeln zudem äußerst schmächtig geraten – bin ich fast schon geneigt zu sagen: …und dann verließen sie ihn.

Der einzige Track, der mir noch äußerst positiv auffällt, ist „Natalie“. Hier dominieren die innovativen Rhythmuskonstrukte, die mir beim Debüt so gut gefallen haben. Alles andere ist gängige Massenware. Allerdings auf durchaus hohem Niveau. Balladesk, mit R’n’B-Einflüssen. Bruno Mars klingt oft nach Motown und Michael Jackson. Stimmlich absolut brillant, aber auf Dauer auch etwas langweilig.

Im Verlauf des Albums finden sich vor allem sanfte, soulige Popmelodien, ein paar textliche Aufreger wie in „Gorilla“, gefühlvolle Balladen als Frauenversteher („When I Was Your Man“) und der übliche Reggae-Song, hier mit dem Titel „Show Me“. Alles in allem erfüllt Bruno Mars die hohen Erwartungen nicht. Andererseits stellt sich die Frage: Was hat man denn erwartet? Auch ein Genie kann den Pop nicht gänzlich neu erfinden. Der Erfolg von „Just The Way You Are“ hat im Prinzip den Weg gewiesen zu dem bunten Strauß, der hier gebunden wird. Anleihen an die 70er und 80er Jahre, recht homogen gehalten. Das dürfte für einige Radiohits reichen.

Unsere Bruno Mars Empfehlung

Unorthodox Jukebox
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Letzte Aktualisierung am 21.09.2017 um 00:12 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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