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CRAYON PHASE: “Two Hundred Pages” – Mischung aus Neoprog und Progmetal

Crayon Phase  •  Two Hundred Pages
Veröffentlichungsdatum: 10.10.2019
Unsere Bewertung: 8 von 9 Punkten

Konzeptalben sind immer etwas Besonderes und auch etwas Schwieriges in der Umsetzung. Gelingt die musikalische Umsetzung des Themas?

Und dann kommt eine Band und will einen Plot musikalisch umsetzen, der an den mindfucking movie „Memento“ erinnert und an die musikalische Idee vom Ideenmastermind Arjen Lucassen (Ayreon) mit seinem absoluten Meisterwerk „The Human Equation“.

Die Geschichte handelt von einem Mann, der unter anterograder Amnesie leidet. In seinem Fall heißt das, er wacht morgens auf und kann sich nicht an das erinnern, was am Vortag passiert ist. Diesen Umstand haben sich ein paar Kriminelle und Verbrechersyndikate zu Nutzen gemacht. Jeder Song behandelt verschiedene Episoden aus dem Leben des Mannes.

Mit Raphael Gazal haben sich die Ruhrpötter einen neuen Sänger an Bord geholt, um die beim Debutalbum aufgekommen Diskussionen eines schwächelnden Sängers zu vermeiden. Und den Part übernimmt Gazal hervorragend, wobei Frank Wendel sich seinem Instrument einzig und allein widmet und dabei alles gibt.

Hier vereinen sich Neo-Prog und Prog-Metal à la Ayreon auf’s Beste. Hymnisches, Verstörendes, Bombast, melancholische E-Piano-Einsprengsel. Das Ganze geschieht nicht nach dem Motto: „Warum leckt sich ein Hund die …?“, sondern alles ist der Dramaturgie der Geschichte unter- und eingeordnet.

Ein toll vertontes Kopfkino!

Line-Up:

Raphael Gazal (vocals)
Wolfgang Bähr (guitars)
Arne Gröschel (drums)
Frank Wendel (keyboards)
Peter Damm (bass)

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