Das 1000ste Konzert von DIE HAPPY – live und in Farbe

VERÖFFENTLICHUNG» 23.11.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Gegründet wurde die Ulmer Band Die Happy – was soviel bedeutet wie die englische Variante von „Hals- und Beinbruch“ – im Jahr 1993. Gitarrist Thorsten Mewes und die aus der Tschechischen Republik eingewanderte Sängerin Marta Jandová sind von Beginn an mit dabei und werden seit dreizehn Jahren durch Ralph Rieker am Bass und Jürgen Stiehle am Schlagzeug verstärkt. Nach dem Sieg 1998 beim Nachwuchswettbewerb „Baden-Württemberg rockt“ und dem Überraschungserfolg mit der Single „Supersonic Speed“ drei Jahre später baute man sich eine stetig wachsende Fangemeinde auf. 19 Jahre Bandgeschichte, sieben Studioalben und unzählige Livekonzerte liegen nun hinter dem Quartett. Unzählige? Mitnichten – denn man hat nachgezählt und das 1.000ste Konzert im ganz besonderen Rahmen gefeiert.

Das Event fand am 11. Februar 2012 im heimischen Ulm statt. Der Set gliedert sich in zwei Teile. Zunächst zeigt Frontfrau Marta ihre softe Seite und es gibt einen atmosphärischen Akustik-Block mit Titeln wie „Big Boy“, „Anytime“ und „Whatever“. Zu letzterem ist die Halle schon in das Licht tausender Wunderkerzen getaucht, Johannes Strate (Revolverheld) kommt als Gast hinzu und man geht nahtlos in „Halt dich an mir fest“ über. Gänsehaut! Dieses Duett wird zu Recht seit Monaten im Radio rauf und runter gespielt.

Apropos Gäste: Da ist eine ganze Armada dabei! Eric Fish von Subway to Sally, Roger von Blumentopf, Philipp Volksmund, Andreas Bourani, Jennifer von Jennifer Rostock, Henning & Dennis von Guano Apes sowie Doro Pesch… alle vereint auf einer Bühne. Und im zweiten Teil wird gerockt was das Zeug hält. Vor allem „Cry For More“ mit Jennifer und „Good Things“ mit Rockröhre Doro überzeugen vollends.

Die DVD enthält gegenüber dem Live-Album sechs Tracks mehr und zudem eine knapp halbstündige Dokumentation. Höhepunkt ist hier die Interpretation von „Open Your Eyes“ mit Marta und den Guano Apes. Das fetzt ab. Live sind Die Happy dann doch noch eine Bank, wenn auch den letzten Alben die großen Hits fehlten. Ein ganz besonderes Jubiläum – ein ganz besonderer Release. Leider lässt die Bildqualität sehr zu wünschen übrig. Es ist verpixelt und oft verdecken Zuschauerköpfe die halbe Bühne. Schade.