Degradead spielen mit „The Monster Within“ die Göteborger Schuler auf ihre Art

VERÖFFENTLICHUNG» 13.09.2013
BEWERTUNG» 6 / 9
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Degradead gelten in ihrer schwedischen Heimat als das nächste Ding in Sachen der Göteborger Schule. Mit ihrem vierten Album „The Monster Within“ soll sich dieser Ruf in ganz Europa verbreiten. Ob sich die stetige Arbeit gelohnt hat, wird sich noch zeigen.

„The Monster Within“ scheint bei den ersten Durchläufen eine Hymne an die großen Soilwork und In Flames zu sein. Besonders der Gesang von Mikael erinnert stark an Anders Fridén und auch in Sachen Harmonics erinnern Degradead an ihre Heimat. Zum Glück haben sie nur von ihren Meistern gelernt und nicht abgeschrieben, denn Melodic-Death Metal bietet mit seinen vielen Gesangsarten jede Menge Schaffensraum.

Die Vertraulichkeiten mit ihren Helden werden immer weiter ausgebaut, ohne dabei ins klassische Keyboard spielen zu geraten. Ich bin froh, dass Degradead sich von diesen Wegen abgesetzt haben und sich mehr in Richtung handgemachte Musik bewegen. Jeder Song besitzt Growls, Cleangesang und ein schnelles Solo. Die Gefahr der Stagnation wird dann mit „Dead Becomes Alive“ oder „ We LL Meet Again“ ausgenommen. Diese ruhigeren Nummern stehen Degradead richtig gut und sollten weiterausgebaut werden. Niemand soll behaupten, ich würde nicht auf guten Metal stehen, aber der Gesang von Mikael kann mehr als nur mit Gekeife einen Song voll machen – warum dieses Talent nicht nutzen?

Für Fans und Wacken-Süchtige gibt es hier eine Empfehlung. Für den Rest gibt’s den altbekannten Ruck über den Tellerrand zu schauen und sich vom Buffet zu bedienen.