Depeche Mode tragen den alten Geist in die neue Zeit

VERÖFFENTLICHUNG» 17.03.2017
BEWERTUNG» 7 / 9
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36 Jahre umfasst die Karriere der britischen Vorzeigeband nun schon – und mit „Sounds Of The Universe“ und „Delta Machine“ hatten sie allen gezeigt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Bei Acts in dieser Größenordnung von einer „Kultband“ zu sprechen, fällt einem beinahe schwer. Doch wer verfolgt, wie allerorten große Release-Parties gefeiert werden, sobald ein neues Werk erscheint, wird nicht umhin kommen, Depeche Mode ob ihrer treuen Fanschar zu beneiden.

Diesmal hat es allerdings etwas gedauert, bis ich mich dem neuen Album von Depeche Mode angenähert habe. Dabei ist es eigentlich ein typisches Werk der Band um Dave Gahan, die ihren Stil nicht in den Jahrzehnten seit 1981 nie wirklich geändert hat. Höchstens sind sie mit der Zeit gegangen und haben sich den technischen Möglichkeiten angepasst. In seiner Gesamtheit wirkt das vierzehnte Studioalbum „Spirit“ aber düsterer als beispielsweise der Vorgänger „Delta Machine“. Die Fans stört das nicht. Präzise wie ein Uhrwerk landete auch ihre neuste CD auf Platz 1 in vielen internationalen Charts – und das ganz zu Recht.

Für die Aufnahmen zu „Spirit“ arbeitete die Band erstmals mit dem Produzenten James Ford (Simian Mobile Disco), unter dessen Regie in den vergangenen Jahren u.a. Alben von Florence & The Machine, Arctic Monkeys und Foals entstanden waren. Politisches Statement – Aufruf zum Widerstand. Das hat es in der Vergangenheit schon öfter gegeben bei den Briten, man denke an „People Are People“, doch es mag schon sein, dass sie wie viele Bands gerade in Großbritannien und den USA diese Idee aus aktuellem Anlass neu entdecken. So sind es vor allem die eindringlichen Stücke wie „The Worst Crime“ und „Eternal“, die aufhorchen lassen, während „Where’s The Revolution“ hymnisch den Takt vorgibt.

Generationen von Bands und Musikern verweisen auf Depeche Mode als Inspiration, Einfluss und Vorbilder. Der Kreativitätslevel der Briten ist immer noch sehr hoch und ihnen gelingt die Gratwanderung, sich nicht selbst zu verleugnen, dabei aber trotzdem modern zu klingen. Es tut ihrer Musik gut, flüchtige Trends auszublenden und ohne viel Tamtam ihr Ding zu machen. Wenn man dem Album Zeit gibt, werden auch die düsteren, sperrigen Tracks wie „Poison Heart“ und „Poorman“ zu den gewohnten elektronisch geprägten Ohrwürmern.

Begleitend zur Veröffentlichung des Albums begeben sich Depeche Mode auf eine umfangreiche Welttournee. Im ersten Teil der Konzertreise, für den der Kartenvorverkauf bereits begonnen hat, wird die Band bei 34 Shows in 21 Ländern vor über 1,5 Millionen Zuschauern in ganz Europa auftreten. Tourstart ist am 5. Mai in Stockholm. Nach zahlreichen Konzerten in Stadien in ganz Europa setzt die Band die Tournee nach dem Sommer in Nord- und Südamerika fort.

Unsere Depeche Mode Empfehlung

Spirit
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Spirit
  • Depeche Mode, Spirit
  • Columbia (Sony Music)
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