Der Soundtrack zu „Catching Fire“ erzählt die Geschichte in musikalischen Bildern

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In diesem Jahr war der zweite Teil der „Die Tribute von Panem“-Reihe mit dem Titel „Catching Fire“ ohne Zweifel der von Fans und Cineasten am sehnsüchtigsten erwartete Kinofilm. Das spiegelt sich auch an den Kinokassen wider, denn der Film legte das viertbeste Startwochenende aller Zeiten hin.

Basierend auf einer Roman-Trilogie von Suzanne Collins geht es um folgenden Hintergrund: Aus dem zerstörten Nordamerika ist der Staat Panem entstanden. Das Kapitol regiert das Volk mit eiserner Hand. Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime jedes Jahr die grausamen „Hungerspiele“. 24 Jugendliche, je ein Mädchen und ein Junge aus Panems zwölf Distrikten, müssen in einem modernen Gladiatorenkampf antreten, den nur einer von ihnen überleben darf. Katniss meldet sich freiwillig, als ihre kleine Schwester als Gladiatorin ausgelost wird, und gewinnt schließlich mit ihrem Distrikt-Kollegen Peeta die Spiele. Im zweiten Film (der dem zweiten Roman entspricht) werden zum 75jährigen Jubiläum der Spiele bisherige Sieger aus jedem Distrikt ausgelost, was zur Folge hat, dass Katniss und Peeta wieder ran müssen.

Kaum ist „Catching Fire“ in den Kinos angelaufen, ist der Fantasy-Streifen auch schon auf Rekordjagd. Weltweit spielte der Film bereits über 300 Millionen Dollar in den Kinos ein. Und ja – im Prinzip handelt es sich um die Verfilmung einer Jugendbuchreihe. Einer Reihe aber, die so spannend aufgebaut ist, dass sie auch für Erwachsene interessant wird. Das hatten wir ja schon zu genüge bei „Harry Potter“ und „Twilight“. Und auch wenn es ein Jugendbuch ist, so sollte man nicht verkennen, dass viele Szenen außerordentlich brutal und nichts für schwache Nerven sind.

Als Soundtrack gibt es – wie bei solch groß angelegten Produktionen üblich – eine CD mit Songs angesagter Künstler, die von dem Film inspiriert wurden. Zum größten Teil sind es unveröffentlichte Tracks, die hier zusammen gestellt wurden, und man hat sich große Mühe gegeben, die Stimmungen des Films einzufangen. Zum einen die Ausweglosigkeit der Gefangenschaft in einem rigorosen System, die sich vor allem in den melancholischen Songs der ersten CD-Hälfte widerspiegelt, dann die Zerrissenheit einer starken, kampfbereiten jungen Frau, die sich zwischen zwei geliebten Menschen wieder findet und sich entscheiden muss.

Vertreten sind viele Bands, die in letzter Zeit für Furore sorgten. Einmal Coldplay mit einem funkelnagelneuen Track – dann auch The Weeknd, The Natonal und die Imagine Dragons. Die großen sphärischen Bands beherrschen Teil 1 der CD. Teil 2 wird von starken weiblichen Stimmen wie Ellie Goulding, Patti Smith und Abby bestimmt. Ganz stark finde ich Lordes neue Version des Klassikers „Everybody Wants To Rule The World“.

Okay: Nur zwei der Songs laufen im Abspann des Films. Die übrigen haben im Prinzip nichts mit der Verfilmung gemein. Allerdings fangen sie die Atmosphäre der Geschichte gut ein und erzählen sie auf andere Weise. Das ist das Manko heutzutage, dass Soundtracks meist eine Compilation willkürlich zusammen gestellter Songs sind, die mit dem Markenzeichen des Produkts neu verkauft werden. Sei’s drum. Auf jeden Fall bekommen wir dreizehn hervorragend interpretierte Songs mit einem Hintergrund, der eine gute Geschichte erzählt.

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