Die Beatsteaks – zurück in alter Sommerfrische

VERÖFFENTLICHUNG» 01.08.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Das siebte Album muss endlich ein selbstbetiteltes sein, dachte man sich im Hause Beatsteaks. Und so liefert das Cover nur fünf streitlustige Herren, die entspannt auf den Gegner warten. Den gibt es aber gar nicht mehr, denn die Krone im Punkrock aus deutschen Landen haben sie sich längst erobert. Wenn man auf der Suche nach einer deutschen Band von internationalem Format ist, stehen sie seit langem an erster Stelle.

Die beiden vergangenen Jahre standen unter keinem guten Stern, da Schlagzeuger Thomas Götz nach einem unglücklichen Treppensturz schwer verletzt war. Tourabsage und kummervolle Ruhe im Lager waren das Ergebnis. 2013 traf man sich dann wieder zum Jammen und – zack – kam ein neues Album dabei heraus. Sicher nicht ihr bestes, aber ein grundsolides Werk, das die Erfolgsgeschichte der Beatsteaks weiter schreibt.

Die Laufleistung ist mit zügigen 33 Minuten traditionell sehr gering – das machen die Berliner aber durch Vielseitigkeit mehr als wett. Punk lebt halt von schnellen Songs unter drei Minuten, auch wenn’s unterwegs bisweilen poppig wird. „A Real Paradise“ bietet zum Einstieg eine gehörige Portion Rock’n’Roll. Dann dröhnt „DNA“ lautstark wie in alten Zeiten mit Durchstarter-Schlagzeug und einem energischen Arnim.

„Make A Wish“ macht einen großen Schlenker in den Alternative Rock und könnte mit den hymnischen Gesangs- und Gitarrenlinien ebenso gut aus den besseren Zeiten der Kings of Leon stammen. Geradezu balladesk und entspannt geht es dann mit „Everything Went Black“ weiter. Zu leise? Dann macht die Uptempo-Nummer „Up On The Roof“ mit treibenden Rhythmen alles wieder gut.

„Pass The Message“ verliert sich ein wenig im Reggae-Vibe und die Single-Auskopplung „Gentleman Of The Year“ ertönt dann enervierend eintönig, doch spätestens „Wicked Witch“ fängt die abschweifende Aufmerksamkeit wieder ein. Gut gebrüllt, Löwe! Und der wundersame Funk-Rhythmus von „Creep Magnet“ lässt auf die kommende Tour hoffen, die eben diesen Namen tragen wird.

Das abschließende „I Never Was“ enthält als Statement auch die Textzeile „I never was a Beastie Boy“. Mag sein – doch live darf die Truppe gerne weiter abgehen und den Punk-Puristen zurück gewinnen, der sich an manchen zu melodisch geratenen Stücken stört. Gelegenheiten gibt es genug.

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Beatsteaks Tourdaten 2014

  • 04.11. Siegen
  • 07.11. Wien
  • 09.11. Zürich
  • 11.11. Erfurt
  • 12.11. Saarbrücken
  • 14.11. Bremen
  • 15.11. Magdeburg
  • 18.11. Köln
  • 19.11. Köln
  • 22.11. Leipzig
  • 23.11. Bielefeld
  • 25.11. Dortmund
  • 27.11. Berlin
  • 28.11. Berlin
  • 02.12. Hamburg
  • 03.12. Hannover
  • 05.12. Bamberg
  • 06.12. Göttingen
  • 09.12. Münster
  • 11.12. Frankfurt/Main
  • 13.12. Stuttgart
  • 14.12. München

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