Die Guano Apes gehen mit ihrem fünften Studioalbum „Offline“ an den Start

VERÖFFENTLICHUNG» 30.05.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Als eine der erfolgreichsten deutschen Rock-Bands sind die Guano Apes wohl jedem hierzulande ein Begriff. Abgesehen von ihrem Hit „Open Your Eyes“ hätte ich persönlich jedoch keinen Song, geschweige denn ein Album der Band benennen können. Die TV- Show „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ hat mir aber sowohl Frontfrau Sandra Nasic wie auch die Musik der Guano Apes etwas näher gebracht und so neugierig auf das aktuelle Album „Offline“ gemacht.

Dieses ist zunächst einmal vielseitiger als erwartet. Natürlich gibt es harte rockige Titel wie den Opener „Like Somebody“ mit hämmernden Gitarren und Shoutings, aber ebenso melodische Songs wie „Close To You“ oder „Hey Last Beautiful“. Sandra Nasic gibt längst nicht nur die Rock-Röhre, sondern lotet alle Facetten ihrer Stimme aus, von tiefem gefühlvollen Timbre, das in ruhigen Passagen zur Geltung kommt, über ihre kraftvolle Mittellage bis in erstaunliche Höhen. In „Numen“ überrascht sie gar mit einem unglaublich zarten Zwischenteil und auch „It´s Not Over“ ist sehr ruhig und atmosphärisch.

Vielfältig sind auch die inhaltlichen Aussagen der neuen Songs. „Water Wars“ ist ein klares politisches Statement, das rotzige „Fake“ ist beinahe philosophisch, „Jiggle“ dagegen ein reiner Hardrock-Partysong. Bei aller Vielseitigkeit haben die Guano Apes jedoch ihren spezifischen Sound, der das ganze Album prägt und eine klare Linie vorgibt.

„Offline“ hat mich als Neueinsteiger ins Universum der Guano Apes positiv überrascht und insgesamt überzeugt. Schade finde ich allerdings, dass im schön klar gestalteten Booklet nur die Hälfte der Songtexte abgedruckt ist und den Bandmitgliedern scheinbar Lächel-Verbot erteilt wurde – deshalb leichte Abzüge in der B-Note. Ansonsten aber auf jeden Fall mal reinhören!

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