Die Kanadier ZEUS wollen mit „Busting Visions“ Europa erobern

VERÖFFENTLICHUNG» 19.10.2012
BEWERTUNG» 6 / 9
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Zeus sind definitiv eine Überraschung. Beim ersten Hören dachte ich an die seligen 70er und eine vielleicht vergessene Band der Musikgeschichte. Doch mitnichten – Rob Drake, Carlin Nicholson, Mike O’Brien und Neil Quin stammen aus dem Toronto der Gegenwart und sind seit 2009 aktiv. „Busting Visions“ ist der zweite Longplayer der Kanadier und klingt so, als hätten sie die Rockmusik-Historie mit der Muttermilch aufgesogen.

Was sie besonders gut können: ein melodisches Grundgerüst aufbauen, donnerndes Schlagwerk darüber legen und dazu Gitarren, die durch die Zeit gereist scheinen. Das pure Feeling der 60er und 70er Jahre. Heute bezeichnet man so etwas als Indierock.

Alle vier sind Multi-Instrumentalisten und sie spielen gerne mal Bäumchen-wechsel-dich an den Geräten. Die 14 Songs wurden innerhalb von zwei Jahren auf Tour geschrieben. Da stellt man sich gerne vor, wie das Klavier in der Hotelbar malträtiert wurde oder die Gitarren sich auf der Rückbank drängten. Sowas schweißt zusammen: „Die Geschichte dieses Albums ist wirklich die erste von uns als Band“, meint O’Brien. Und so sieht das auch Carlin Nicholson: „Das ist einfach eine eng verbundene Truppe von vier Kerlen, die jetzt Zeus sind. Etwas, das wirklich während der zwei Jahre auf Tour entstanden ist.“

Im Ergebnis spürt man Spielfreude, Energie und allgemein gute Laune. Ein progressiver Touch steckt mitten drin. Mal höre ich die Beatles raus, ein anderes mal Genesis (für die erste EP wurde einst gar „That’s All“ gecovert) und immer wieder die glamourösen Haudegen von Slade. Stimmige Mischung? Darf man sich bald live von überzeugen:

ZEUS mit STARS auf Tour:

• 10.12.12 – Hamburg – Übel & Gefährlich
• 11.12.12 – Berlin – Heimathafen
• 12.12.12 – Frankfurt – Batschkapp
• 17.12.12 – Köln – Luxor
• 18.12.12 – München – Hansa 39
• 20.12.12 – Wien – Flex