Die Liedermacher mit den tätowierten Herzen: HAUDEGEN und ihr neues Album „En Garde“

VERÖFFENTLICHUNG» 21.09.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Bis vor zwei Jahren waren Hagen Stoll und Sven Gillert solo als Rapper unterwegs. Doch dann gründeten sie die Band Haudegen, schwenkten um auf soliden Deutschrock und hielten sich mit ihrem Debüt „Schlicht & Ergreifend“ ganze 23 Wochen in den Charts. Mit dem zweiten Album „En Garde“ legen Haudegen nun nach.

Ganz so martialisch wie der Bandname und das Cover suggerieren, kommt die Musik allerdings nicht daher. Zwar sorgt Stolls markante raue Stimme für ein gewisses Rammstein-Feeling und auch die Texte haben ihre Ecken und Kanten, aber das Ganze ist doch recht melodisch verpackt und taugt nicht nur zum Headbangen, sondern auch zum Mitsingen. So gibt es neben kraftvollen rockigen Titeln wie „Wir rufen was ins Leben“, „Feuer und Flamme“ oder „Hölle“ auch ruhigere Songs wie das fast philosophische „Der fehlerlose Mann“ und die atmosphärische Ballade „Haus aus Glas“.

Neben Geschichten aus dem normalen Leben wie „So eine starke Frau“ oder „Leuchtturm“ erzählen Haudegen in ihrem Liedern auch von sich selbst, etwa mit den selbstbewussten Statements des Titelsongs „En Garde“ oder des kämpferischen „Zwei für alle“. Und der Song „Für die Familie“ bekommt eine besondere Bedeutung, wenn man weiß, dass sie ihre Fans die Haudegen-Familie nennen. Das alles wirkt niemals aufgesetzt, sondern bodenständig und authentisch – und so fällt es nicht schwer, die Haudegen und ihr neues Album ins Herz zu schließen und Teil der Familie zu werden.