Die nächste Staffel der „Original Album Classics“ – es geht weiter mit neuen Editionen, unter anderem von Billy Joel, Thompson Twins und Paradise Lost

VERÖFFENTLICHUNG» 14.09.2012
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Die im Herbst 2008 von Sony Music gestartete CD-Serie „Original Album Classics“ entwickelte sich für Sammler und Musikinteressierte zu einem höchst interessanten Angebot. Neben Klassikern aus dem Repertoire des Labels ist die Serie auch eine Schatzkiste für lange nicht mehr aufgelegte Alben und Raritäten. Seit dem Start wurden mehr als 500.000 Box-Sets verkauft. Der Katalog umfasst im Moment ca. 200 Veröffentlichungen aus den Segmenten Rock, Pop, Jazz und Klassik.

Aktuell bietet die neue „Staffel“ Fünfer-Boxen von Johnny Winter, Billy Joel, John Denver, Thompson Twins und Art Garfunkel, sowie Dreier-Boxen von Paradise Lost, Ian Hunter und Krokus. Mir liegen zur Review drei Pakete vor, die ich mal kurz beleuchten will.

Da wäre zunächst Billy Joel: Das Set startet mit dem Debüt „Cold Spring Harbour“. Dann gibt es (leider) einen Zeitsprung ich die 80er, was bedeutet, dass elementare Werke wie „Piano Man“ und „The Stranger“ nicht vertreten sind. Anfang der 80er gab es aber „Glass Houses“ mit den Hits „All For Leyna“, „It´s Still Rock ´n´ Roll To Me“ und „You May Be Right“ oder auch „The Nylon Curtain“ mit „Allentown“ und „Goodbye Saigon“. Mein Highlight ist und bleibt aber seit Jahren das Live-Werk „Kohuept“ – immer noch essentiell mit Versionen „Uptown Girl“, „An Innoncent Man“, „Only The Good Die Young“ und dem eindringlichen „Honesty“.

Die Thompson Twins veröffentlichten 1982 ihr erstes von insgesamt fünf Alben auf dem Label Arista. Das Set enthält diese fünf CDs mit Hits wie „Hold Me Now“, „Lay Your Hands On Me“, „King For A Day“, „Love On Your Side“ und dem Mega-Erfolg „Doctor! Doctor!“. Danach war es im Prinzip vorbei mit den New-Wave-Pionieren. Die letzten beiden Platten waren nicht mehr chartrelevant und sind auch musikalisch eher unter „experimentell“ zu verbuchen.

Das Paradise Lost-Package enthält nur drei Silberlinge – dafür aber in meinen Augen die spannendsten. Mit ihrem Album „Gothic“ hatten die Briten einem ganzen Genre den Namen gegeben. Dann folgte der Wechsel zum Label „Music For Nations“ und es erschienen die Alben „Shades Of God“, „Icon“ und „Draconian Times“, die hier versammelt sind. Das Cover zu „Icon“ gelangte in der Vergangenheit mal wieder zu Netz-Berühmtheit, da es gerne zur Verbildlichung einer dilettantischen Ikonen-Verschlimmbesserung herangezogen wurde. Musikalisch sind die drei Alben wohl die kompakteste Trilogie von Paradise Lost. Zuvor waren die Death Metal-Anteile stärker, danach wurde es bisweilen sehr elektronisch.

Die Box-Sets bieten jeweils fünf oder in der kleineren Variante drei CDs eines Künstlers. Alle enthaltenen Alben werden in so genannten „Cardboard-Sleeves“ als Mini Vinyl Replicas mit den Originalcovern angeboten. Die Serie präsentiert sich in einem einheitlichen Look mit großem Künstler-/Bandfoto und kleinen Cover-Abbildungen auf der Vorderseite der Box. Wendet man die Box, so sind dort die Cover-Abbildungen der enthaltenen Alben mit der jeweiligen Titelliste zu finden. Hier die Auflistung der aktuellen Staffel:

Billy Joel

  • „Cold Spring Harbor“ (1971)
  • „Glass Houses“ (1980)
  • „Songs In The Attic“ (1981)
  • „The Nylon Curtain“ (1982)
  • „Kohuept“ (1987)

Johnny Winter

  • „Johnny Winter And“ (1970)
  • „John Dawson Winter III“ (1974)
  • „Nothin‘ But The Blues“ (1977)
  • „White, Hot and Blue“ (1978)
  • „Raisin‘ Cain“ (1980)

John Denver

  • „Rhymes & Reasons“ (1969)
  • „Aerie“ (1972)
  • „Rocky Mountain High“ (1972)
  • „Farewell Andromeda“ (1973)
  • „Back Home Again“ (1974)

Tompson Twins

  • „Set“ (1982)
  • „Quick Step & Side Kick“ (1983)
  • „Into The Gap“ (1984)
  • „Here’s To Future Days“ (1985)
  • „Close To The Bone“ (1987)

Art Garfunkel

  • „Angel Clare“ (1973)
  • „Breakaway“ (1975)
  • „Watermark“ (1977)
  • „Fate For Breakfast“ (1979)
  • „Scissors Cut“ (1981)

Paradise Lost

  • „Shades Of God“ (1992)
  • „Icon“ (1993)
  • „Draconian Times“ (1995)

Ian Hunter

  • „Ian Hunter“ (1975)
  • „All American Alien Boy“ (1976)
  • „Overnight Angels“ (1977)

Krokus

  • „Metal Rendez-Vous“ (1980)
  • „Hardware“ (1981)
  • „One Vice At A Time“ (1982)