Die Orsons verbinden „Das Chaos und die Ordnung“

VERÖFFENTLICHUNG» 28.09.2012
BEWERTUNG» 6 / 9
ARTIST»
LABEL» ,
  bei Amazon bestellen

Die Orsons, das sind vier junge Männer, Rapper, Sänger, Produzenten aus dem Raum Stuttgart, die sich selbst folgendermaßen beschreiben: Maeckes, der nachdenkliche Poet, Tua, ehemaliger Straßen-Rapper, der inzwischen als Produktions-Genie geachtet wird, Plan B, der genauso gut eine Karriere als Herz erwärmender Kabarettist starten könnte, und Kaas, der esoterische Indianer, der mehr meditiert als du denkst.

Diese vier unterschiedlichen Typen fanden sich zusammen, nachdem sie schon als Solokünstler unterwegs waren, um den deutschen HipHop zu revolutionieren: Während Rap in Deutschland sich ab 2001 in fester Hand von Gangster Rap befand, veröffentlichten die vier 2008 ihr Debütalbum und sorgten damit für einen Eklat: Plötzlich ging es um Liebe, rappende Schweine und Tretboot-Drivebys. Schlagworte wie „süß“ und „schön“ – bislang verpönt – gehören nun zum Wortschatz des deutschen Rap.

Zwei Longplayer erschienen bereits beim Label Chimperator, das auch den Senkrechtstartet Cro beheimatet. Mit diesem zusammen mischte man den Bundesvision Song Contest ordentlich auf. „Horst & Monika“ basiert auf der wahren Geschichte eines ehemaligen NPD-Mitglieds namens Horst, das nach einer Geschlechtsumwandlung als Monika für Die Linke antrat. Kuriose Geschichte – kurioser Song. Erstaunend frisch erzählt, fröhlich und mit punkiger Attitüde. Hinzu kommt ein polyphones Song-Gerüst, das gut ins Ohr geht.

Die Idee der Single ist symptomatisch für die ganze neue CD „Das Chaos und die Ordnung“. Insgesamt recht poppig gehalten bietet es vergnügliche Unterhaltung mit Texten, die nachdenklich stimmen. Fette Beats auf der einen Seite, melancholische Songs auf der anderen. So entstand ein Album, das durch und durch ungewöhnlich ist und den Rap irgendwie in Richtung des Punk der Ärzte treiben lässt.

Die Orsons gehen im Herbst mit ihrem neuen Album auf erste, große, eigene Headliner Tour.

  • 25.10.2012 – Jazzhaus, Freiburg
  • 26.10.2012 – Kulturfabrik, Lyss
  • 27.10.2012 – Abart, Zürich
  • 29.10.2012 – Ostwerk, Augsburg
  • 30.10.2012 – Ampere, München
  • 01.11.2012 – Puschkin, Dresden
  • 02.11.2012 – Alter Gasometer, Zwickau
  • 03.11.2012 – Bi Nuu, Berlin
  • 06.11.2012 – Uebel & Gefährlich, Hamburg
  • 07.11.2012 – Die Pumpe, Kiel
  • 08.11.2012 – Tower, Bremen
  • 09.11.2012 – Faust, Hannover
  • 10.11.2012 – Skater’s Palace, Münster
  • 12.11.2012 – Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln
  • 13.11.2012 – Garage, Saarbrücken
  • 14.11.2012 – Das Bett, Frankfurt / Main
  • 15.11.2012 – E-Werk, Erlangen
  • 16.11.2012 – Posthalle, Würzburg
  • 17.11.2012 – Tollhaus, Karlsruhe
  • 19.11.2012 – Karlstorbahnhof, Heidelberg
  • 20.11.2012 – Sudhaus, Tübingen
  • 21.11.2012 – Wuk, Wien
  • 22.11.2012 – Rockhouse, Salzburg
  • 23.11.2012 – P.P.C., Graz