Die Pioniere des Slam-Death-Metal melden sich mit ihrem Debüt für das bekannte Relapse-Label zurück.

VERÖFFENTLICHUNG» 01.03.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Devourment haben eine sehr komplizierte Bandgeschichte, die zum eigentlichen Betrachten des neuen Albums „Conceived In Sewage“ weniger von Bedeutung ist, aber für die eingefleischten Fans der Brutal-Death Metal Gemeinde immer wieder als Grund genannt wird, sich nicht mit dem neuen Material auseinanderzusetzen. Kurzum: Bassist Mike Majewski führte die Band nach Auflösung am Mikro fort, zuerst mit ehemaligen Mitgliedern, dann, als diese keinen Reiz mehr verspürten, auch ohne sie. Seit 2005 ist sogar Gitarrist Ruben Rosas zurückgekehrt – der 1999 als Sänger für Devourment tätig war.

Zwar gab es im Band-Karussell viel zu erzählen, so kann man aber sagen, dass Devourment sich ihrer musikalischen Linie immer treugewesen sind. Als bekannteste US-amerikanische Underground-Kombo im Slam-Death stehen sie heute noch als kompromisslose Maschine, die ihre Songs mit Blastbeats und sukzessiv gebauten Groove-Rhythmen aufbauen, die bestimmt von jüngeren Metal-Fans auch gerne mal als Breakdowns bezeichnet werden. Zwar gibt es keine Soli, dennoch werden technische Raffinessen abverlangt, da Schlagzeuger Eric Park seine Felle bis aufs Maximum ausreizt.

Wenn wir uns „Conceived In Sewage“ im Genaueren betrachten, so kann stellt man schnell fest, dass die Band zu ihrem letzten Album „Unleash the Carnivore“ einen wirklichen Sprung hingelegt hat, besonders in der Produktion. Die Songs wirken besser abgemischt, die Instrumente sauberer, klar erkennbarer und viel härter, als auf dem vorigen Release. Alles wirkt beständiger. Produzent Erik Rutan, Gitarrist bei Hate Eternal, hat Devourment wirklich zu einem musikalischen Brett verholfen. Rutan hat schon Bands wie Cannibal Corpse auf dem Weg zum modernen Metal-Sound geholfen und hat auch hier wieder seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Freilich sind die wenig verschiedenen gebrauchten Growlings keine breite Masse an stimmlichen Variationen, aber es wirkt schon um Weiten ausgestreckter und kreativer als auf „Unleash the Carnivore“, auf dem fast nur Pig Squeal zu hören sind.

Mit „Conceived In Sewage“ einen Plattenvertrag bei Releapse Records abzuschließen, war eine richtige und wichtige Entscheidung, um die Band voranzutreiben. Das neue Album klingt sehr angriffslustig und aggressiv, als wäre Devourment bereit, neue Wege einzuschlagen, um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben, sondern eine Variation ihres Death Metal vorzuzeigen.