Die Shout Out Louds benennen ihr viertes Werk nach der Wissenschaft vom Licht: „Optica“

VERÖFFENTLICHUNG» 22.02.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
LABEL» ,
  bei Amazon bestellen

Zum Zeitpunkt der Bandgründung im Jahr 2001 nannten sich die Shout Out Louds noch Luca Brasi. Da es bereits eine Band dieses Namens gab, nannten sie sich kurzerhand um. Für eine internationale Karriere, wie sie kurz darauf begann, sicher der bessere Weg. Mit „Optica“ erscheint jetzt ihr viertes Werk auf weltweitem Parkett. Und das zehn Jahre nach der Umbenennung.

Nach der Veröffentlichung ihres letzten ambitionierten Albums „WORK 2010“ spielten Adam Olenius (Gesang, Gitarre), Bebban Stenborg (Keyboards), Carl von Arbin (Gitarre), Ted Malmros (Bass) und Eric Edman (Schlagzeug) ihre bislang erfolgreichste Tour weltweit. Im Anschluss nahmen sie sich eine kleine Auszeit, in der die einzelnen Bandmitglieder sich um musikalische Seitenprojekte kümmerten, Familienzuwachs bekamen oder neue Wohnungen im Umland von Stockholm erkundeten. „Obwohl wir im Ruf stehen, dass wir uns zwischen unseren Alben enorm viel Zeit lassen, haben wir uns diesmal explizit entschlossen, dass die Zeit lediglich so etwas wie ein unbeteiligter Gast sein sollte“, sagten sie und ließen die Jahreszeiten vorüber ziehen.

Die Band versprach für den neuen Release: Es soll wieder ein verspieltes und melodisches Album wie das Debüt „Howl Howl Gaff Gaff“ werden. Das hatte schließlich vor einigen Jahren die Herzen der Fans erobert. Außerdem kündigte man an: Die Shout Out Louds wollen wieder tanzen. Das Ergebnis ist ein melodieseliges Album mit hymnischen Songs, eingängigen Gitarrenparts und bisweilen melancholischen Vocals, die es in sich haben. Dem Vergleich mit Robert Smith wird sich Sänger Adam Olenius wohl ewig stellen müssen. Insgesamt erinnert das gerne mal an die Strokes und wird live sicher wundervoll rüber kommen.

Harmonisch hebt man sich nicht besonders von der Konkurrenz ab, doch das ist im Hinblick auf die Radiotauglichkeit mancher Songs vermutlich nicht anders gewollt. Da erklingen Keyboard und Streicher, Flöte und Klavier („Walking In Your Footsteps“) und schaffen feinsinnige Popklänge. Immerhin klingt „Optica“, welches sich den Themen „Zeit und Licht“ widmet, um einiges fröhlicher und positiver als das eher in Grautönen gehaltene Vorgänger-Album „Work“ aus dem Jahr 2010. „Ärzte verschreiben Licht zur Therapie verschiedener Leiden“ – und nach diesem Motto ziehen die Shout Out Louds optimistisch und heilend in die Welt.

Eine Tour ist für 2013 bestätigt – der VVK ist bereits gestartet:

  • 22.03.2013 Erlangen – E-Werk
  • 25.03.2013 Karlsruhe – Substage
  • 26.03.2013 Frankfurt – Gibson
  • 27.03.2013 Köln – Live Music Hall
  • 28.03.2013 München – Muffathalle
  • 30.03.2013 Berlin – Astra Kulturhalle