Die Sterne fest im Blick – Zoot Woman: „Star Climbing“

VERÖFFENTLICHUNG» 29.08.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Nach vielen sommerlichen Releases im Bereich Singer und Songwriter wird es mal wieder Zeit für zünftigen Elektropop. Frisch, optimistisch und mit zirpenden Synthesizer-Beats. Die Briten von Zoot Woman sind da genau die Richtigen, da sie bereits seit Anfang des Jahrtausends erfolgreich die 80er Jahre hoch leben lassen. Ohne viel intellektuelles Tamtam, sondern einfach mit eingängigen Melodien und luftigen Klängen.

Star Climbing“ ist bereits das vierte Album der Band um Stuart Price, dessen Name als Starproduzent von Madonna und The Killers ein Begriff sein dürfte. In den 90er gründeten sich Zoot Woman als Instrumentalband, bevor Johnny Blake (der Bruder des Schlagzeugers) 1999 als Sänger hinzu stieß. Ein wichtiger Schritt, denn Singles wie „Memory“ und „We Won’t Break“ ebneten den Weg zum weltweiten Erfolg.

Live ist Stuart Price in der Regel nicht mit am Start, doch für die Studio-Veröffentlichungen steckt er seine ganze Energie mit rein – und das bürgt für Hitpotential. „Das Album haben wir innerhalb von drei Jahren aufgenommen. Es ist bis dato unser markantestes Album, da es unsere verschiedenen Geschmäcker und Styles vereint“, sagt der Meister selbst dazu.

Als Opener dient die Single-Auskopplung „Don’t Tear Yourself Apart“. Einfach und mit reduzierten, ruhigen Klängen. So schaffen Zoot Woman von Beginn an eine chillige Atmosphäre, die sich über weite Strecken des Albums zieht. Die hohe Gesangsstimme von Johnny trägt ihren Teil dazu bei. „Coming Up For Air“ erklingt wie viele Tracks ganz in der Tradition der Pet Shop Boys. Ästhetik und pulsierender Elektropop stehen im Vordergrund, die Synthies werden nie zu dominant. Und auch bei einem Song, der den Titel „Rock & Roll Symphony“ trägt, wird der Dancefloor nicht verlassen.

Die Spannungskurve hat kaum Ausreißer nach oben. „The Stars Are Bright“ erinnert an die Techno-Tracks der 90er Jahre und die roboterhaften Vocals von „Waterfall Into The Fire“ sorgen für einen melancholischen Abschluss. Ansonsten aber ist das Album äußerst homogen gehalten. Die Geschmäcker der Protagonisten scheinen sich sehr zu ähneln. 45 Minuten lang kann man das locker ertragen und genüsslich vor sich hin schwofen.

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