Dubstep-Megastar Skrillex liefert den Soundtrack zum Kinohit „Spring Breakers“ mit Selena Gomez und Vanessa Hudgens

VERÖFFENTLICHUNG» 22.03.2013
BEWERTUNG» 4 / 9
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Vermutlich rennt vor allem die jugendliche Männerwelt in „Spring Breakers“, um Selena Gomez und Vanessa Hudgens in voller Filmlänge im Bikini-Outfit zu bewundern. Fans der beiden Goldkehlchen werden enttäuscht sein, dass es hier tatsächlich nur um die schauspielerischen Fähigkeiten geht. Zumindest ist auf dem Soundtrack kein Song auszumachen, bei dem sie gesanglich in Erscheinung treten.

Stattdessen gibt es ein Album, dass die Atmosphäre eines Films einzufangen versucht, in dem es um Partys, Gangs und leichte Mädchen geht. Das ist der Truppe um Skrillex ganz gut gelungen. Der 6-fache Grammy-Gewinner und Dubstep-Megastar zeichnet für den offiziellen Soundtrack des US-Blockbusters verantwortlich, in dem sich vier College-Freundinnen (neben Selena Gomez und Vanessa Hudgens noch Ashley Benson sowie Rachel Korine) auf eine ebenso exzessive wie verstörende Reise begeben.

Die Musik bietet eine Mischung aus sphärischen, elektronischen Songs, ruhigen Chillout-Tracks und einigen Rap-Titeln. Für den Score hat sich Skrillex mit dem renommierten Hollywood-Composer Cliff Martinez (u.a. „Drive“, „Contagion“, „Traffic“) zusammengetan. Neben Skrillex steuern Größen wie Gucci Mane, Rick Ross, Birdy Nam Nam, Waka Flocka Flame, Meek Mill und Ellie Goulding Musik bei.

Ich tue mich etwas schwer mit der Zusammenstellung, denn die Tracks sind kunterbunt zusammen gewürfelt. Richtige Songs sind in der Minderheit, stattdessen finden sich vor allem instrumentale Passagen, die manchmal recht lang sind und Kino-Atmosphäre aufbauen, manchmal aber auch nur kleine Musik-Schnipsel darstellen. Freunden rap-lastiger Dancefloor-Musik wird das ganz gut gefallen, andere horchen wohl erst bei Ellie Goulding („Lights“) auf. Das ist aber schon der Abschluss des Albums.