Eagle Records mit Doppel-CDs aus dem Backkatalog von Jethro Tull und Alice Cooper

VERÖFFENTLICHUNG» 17.01.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Eagle Records sind immer gut dafür, den Backkatalog ihrer Künstler in neuen, zumeist preiswerten Varianten auf den Markt zu bringen. Aktuell erscheint wieder eine Serie von Doppel-CDs unter dem Titel „Eagle Classics“ bzw. dem des Unterlabels „Armoury Classics“ – interessante Alben zu einem Preis um die Zehn-Euro-Marke. Was will man mehr?

Zusammengefasst wurden je zwei Einzel-CDs von Jethro Tull, Heart und der Peter Green Splinter Group. Ein Booklet, das man als Wendecover nutzen kann, Papphülle drum – fertig. Ich habe mir mal das Paket um Jethro Tull näher angeschaut.

Es handelt sich um zwei Livealben, zwischen denen gut 30 Jahre Musikgeschichte liegen. Allein das rechtfertigt den Kauf. „Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight“ wurde 1970 beim großen Inselfestival mitgeschnitten und zeigt die Anfänge einer Band, die Wegbereiter der Fusion von Folk und Progressive Rock war und Generationen von Musikern geprägt hat. Eine Setlist noch ohne die großen (später folgenden) Hits, aber mit dem Charme der frühen Jahre.

„Living With The Past“ zeigt die Band im Jahr 2001 und präsentiert sich als geniale Hitsammlung mit Klassikern wie „Jack In The Green“, „Aqualung“, „Locomotive Breath“ und jüngeren Titeln wie „Dot Com“. Die Kombination aus rockiger Ausrichtung und markantem Querflötenspiel ist auch dreißig Jahre später Markenzeichen der Band und weiß die Massen zu begeistern. Ein facettenreiches Livepaket für Freunde bodenständiger Musik.

Alice_Cooper_Doppel

Armoury Classics bringt Klassiker von Alice Cooper neu auf den Markt. Im mir vorliegenden Release wurden „Dirty Diamonds“ (2003) und „The Eyes Of Alice Cooper“ (2005) zusammen gepackt. Zwei spannende Alben, die im neuen Jahrtausend für die Rückkehr Coopers zum sauberen Hardrock standen und ihn die Fans zurück gewinnen ließen, die in seiner experimentellen Phase verloren gegangen waren.

Beides sind starke Alben, die den Alice der Neuzeit gut repräsentieren. Schade nur, dass die aktuelleren Songs so selten von ihm gespielt werden. Jeder Liveset setzt sich am Ende vor allem aus den Klassikern der 70er und 80er Jahre zusammen. Das wird sich logischerweise auch nicht ändern, wenn der Gute in Kürze mit dem Projekt „Rock meets classic“ auf Tour geht.

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