Eyeconoclast „Drones Of The Awakening“- italienischer All-Star Kombo gelingt ein guter Mix aus Death- und Trash Metal

VERÖFFENTLICHUNG» 16.04.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Die Amerikaner und ihre Labels suchen in den letzten paar Monaten verstärkt wieder Bands aus Europa. Prosthetic Records hat neben Hour Of Penance eine weitere italienische Death Metal-Kombo mit dem Namen Eyeconoclast unter Vertrag genommen. Was sich zuerst nach einem Newcomer anhört, zeigt sich als Geheimtruppe der italienischen Metal-Liga.

Mitglieder von Hour Of Penance, Fleshgod und Inherit Disease haben sich unter den Namen Eyeconoclast zusammengeschlossen. Es ist wirklich bemerkenswert, wie sehr diese Herren in verschiedenen Gruppen aktiv sind und es dennoch schaffen, jede auf ein wirkliches professionelles Level zu bringen, das international anerkannt wird. Schauen wir uns das neue Werk „Drones Of The Awakening“ im Genaueren an, merken wir, dass sich die All-Star-Session mit diesem Album bewusst von den Stärken ihrer anderen Bands etwas entfernt und sich ganz klar mehr dem traditionellen als dem extremen Metal widmet. Zwar haben Songs wie „Dawn Of The Promethean Artilect“ die bekannten Blastbeats und bösen Riffs, doch genauso reizt es die Herren das Ganze weiter auszubauen. Sehr melodiöse Soli, die nicht gehetzt wirken, geben dem Ganzen mehr Groove. Die Gesangsstimme von Giuseppe Di Giorgio klingt halt nicht bedingungslos brutal gestimmt. Sie wirkt fast Rock’n’Roll-artig ausgelegt und gibt dem Ganzen mehr Luft und Substanz. Natürlich können die Italiener nicht völlig aus ihrer Haut. Dieses Album ist klar keine leichte Kost, aber wirbt mit dem Spaß, dass die rockigen Sachen dezent auf dem Album verteilt sind. Ein weiteres Merkmal ist die Trash Metal-Neigung, die überall heraus zu hören ist. „Hallucinating In Genetic Disarray“ ist bestimmt von den beliebten schweren Riffs und schnellen Drums, kann aber mit düsteren Melodien überzeugen, die nicht zu dem klassischen Bedarf dieser Musik gehören, aber sehr vertraut wirken.

Eyeconoclast haben mit „Drones Of The Awakening“ ein Album abgeliefert, welches sich ganz klar mit ihren Kollegen aus der Heimat messen kann. Der Mittelpunkt dieser Band sind nicht die technischen Raffinessen, sondern ein Album zu schreiben, das fernab jeglicher kopflastigen Substanz auch normale Metal-Heads anspricht. Der Weg ist eingeschlagen, der Jubel vorhanden, jetzt fehlen nur noch die Fans, aber die kommen bald!