Heartist mit „Feeding Fiction“: Post-Hardcore aus Südkalifornien

VERÖFFENTLICHUNG» 08.08.2014
BEWERTUNG» 6 / 9
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Nach der 2012er EP „Nothing You Didn’t Deserve“ legen Heartist aus Südkalifornien ihren ersten Longplayer „Feeding Fiction“ vor. Ihren Stil bezeichnen die Metaller als Post-Hardcore. Was das in ihrem Fall heißen willst, drückt schon der Opener „What Kind Of World“ aus: Explosive, gitarrenlastige Passagen wechseln sich mit melodischen Elementen ab. Frontmann Bryce Beckley kann ebenso emotional schreien wie melodisch singen – und immer kommt ein Stück Rockröhre mit durch.

Die elf Tracks sind durchzogen von kernigen Riffs und einer Prise Punk. Selbst ein ruhiger Midtempo-Song wie „Skeletons“ kommt sehr rockig daher. Meist bleibt das Quintett aber im Dunstkreis kerniger Rockhymnen, die auch gut von Aerosmith oder Bon Jovi stammen könnten, wenn es nicht die dazwischen geschobenen aggressiven Ausbrüche gäbe. So zieht sich der stetige Stilwechsel durch alle Songs und wir nur mit „Ready To Change“, der einzigen Ballade des Albums, kurz unterbrochen.

Ich bin gespannt, wie die Metal- und Hardrock-Gemeinde das Album aufnimmt. Live dürften die Songs mit ihrer Metalcore-Attitüde gut funktionieren. Immerhin hat Produzent David Bendeth, der sonst Paramore, Of Mice & Men und Bring Me The Horizon unter seinen Fittichen hat, gute Arbeit geleistet. Das Ergebnis sind elf explosive Tracks, die für ein Debütalbum heftig abrocken.

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