Hirax haben mit „Immortal Legacy“ ihr Comeback gesichert.

VERÖFFENTLICHUNG» 21.02.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Hat irgendwer noch einen Überblick in Sachen Thrash-Releases? Die Zahl an Jungspunden, die an Slayer und Kreator anschließen wollen, nimmt kein Ende. Besonders in den Staaten scheint die Old-School-Welle immer mehr Aufwind zu gewinnen und zwar mit Erfolg. Zum Glück gibt es nicht nur Neulinge, die Alben auf den Markt werfen, denn dieses Jahr meldet sich die Legende Katon W. De Pena mit seiner Band Hirax zurück. Zwar ist das Cover genauso einfallslos wie bei Konkurrenz, aber zum Glück die Musik nicht. Ihr neues Album „Immortal Legacy“ zeigt den Shreds-Kids, wer der Boss im Ring ist! Nach der Neugründung im Jahre 2000 hat die Band immer wieder kleinere Veröffentlichungen rausgehauen in Form von EPs oder Splits. Neun Jahre später gab es mit „El Rostro De La Muerte“ dann das erste Album. Diese Platte hatte schon den Elan und die Kraft von Hirax gezeigt, aber dann wurde es wieder still um die Band.

Katon W. De Pena hat vor dem Release verkündet, dass „Immortal Legacy“ keinen Fan der Band enttäuschen wird. Nach den ersten Durchläufen wird er dieser Aussage gerecht. Weg mit den Crossover-Anleihen, zurück zu den Wurzeln! Es gibt Thrash- und Speed Metal, immer druckvoll und kompakt. Besonders der Gesang von De Pena wirkt prägnant und packend, irgendwie originell. Die Shouts mit dem Keifen oder dem schnellen Sprechgesang ergänzen sich mit den enthusiastischen Riffs der Band. Hier liegt der Reiz von „Immortal Legacy“. Die kurzen Refrains fressen sich in den Kopf und wirken bei Weitem nicht so runter gezockt wie bei der Konkurrenz. Hirax haben in ihren neuen 14 Tracks nichts dem Zufall überlassen und versuchen, zwischen den klassischen Shreds und Drums aus der Szene immer wieder neue Spielereien einzubauen. Natürlich halten sich diese Abwechslungen immer im Rahmen, aber bleiben im Gedächtnis und lockern das Gesamtkonzept. Ganz besonders die Interludes zeigen Wirkung und wecken Neugier auf mehr. Etwas, was in diesem Genre nur noch selten passiert. Die Produktion von Bill Metoyer, der Testament und Slayer seit ihren Anfangstagen betreut, passt perfekt zum Bild der Band, die den alten Kern mit einer neuen Hülle präsentiert.

„Immortal Legacy“ hat bewiesen, dass Klasse statt Masse immer noch gilt und immer gelten wird. Vielleicht kommt im Jahre 2014 der Erfolg, der ihnen damals verwehrt geblieben ist.

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