In Grind We Crust – „A Presentation Of Gruesome Poetics“ von The Drip hat es in sich!

VERÖFFENTLICHUNG» 15.04.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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The Drip bieten mit „A Presentation of Gruesome Poetics“ vielleicht eine grauenhafte Vorstellung der Poetik, aber dennoch eine sehr praktisch orientierte Ausrichtung, wenn es um das Thema Grindcore geht. Als Relapse Records Ende Februar verkündeten, dass sie wieder eine Band aus dem Genre in ihr Raster aufnehmen, mit dem sie bekannt geworden sind, kamen schnell viele auf den Geschmack, die Neulinge anzutesten, die den Spagat zwischen Napalm Death, Brutal Truth und Terrorizer schaffen sollen.

Die EP enthält sechs Songs und soll nur das Talent der Boys aus Seattle zeigen. Mit ihrer ersten Veröffentlichung direkt auf solch ein Label zu geraten, sollte eigentlich erst einmal für die Band sprechen, aber die Katze im Sack kauft keiner. Muss man in diesem Fall auch nicht, denn „A Presentation of Gruesome Poetics“ ist wirklich eine Dampfwalze, die den Grind auf den Kern trifft. Blastbeats, dröhnende Gitarrenwände, sehr aggressive Gekeife sind halt Markenzeichen und Aushängeschild, die einfach am besten wirken, wenn es um Grindcore geht. Der Sound ist dumpf, düster und sehr basslastig. Er erinnert stark an Rotten Sound. Doch The Drip gehen weiter und bedienen sich, um mehr Groove zu bekommen, an vielen Stellen am Crust. Bei „Siren“ gibt es sogar viel Bay Area, um das Tempo zu senken und den Mosh-Faktor zu erhöhen. Besonders gefallen mir die immer kurzen dissonanten Riffs, die zwischen den einzelnen Parts leichte Blockaden bilden. Damit wirken die Songs länger und verschwinden nicht im Blastbeat-Rauschen. Allgemein sind viele Spielereien zu finden. Das Problem Einheitsbrei besteht bei The Drip nicht!

Zwar ist diese EP nur ein kurzes Hörvergnügen, das aber kompromisslos und brutal ist, eben so, wie man es erwartet. Fans, egal ob jung oder alt, werden an dieser Band Gefallen finden. Mit dieser EP werden The Drip bestimmt nicht in der Menge untergehen. Ihre Mischung schwingt frei nach dem Motto: In Grind We Crust! Und ich traue dieser Band sehr viel zu, besonders, wenn es um eine positive Zukunft geht. Hoffentlich arbeiten sie schon an ihrem ersten Longplayer.

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