„Circles“ – mit viel Hingabe und Tatkraft erzählen Jenix Momentaufnahmen aus ihrem Leben

VERÖFFENTLICHUNG» 07.03.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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2010 sah ich Jenix als Support von Silbermond im Amphitheater Trier. Und schon da fiel Jenny Boettcher auf: als quirlige Frontfrau mit hohem Sympathiefaktor. Die Band bot Gute-Laune-Pop in englischer Sprache und eine Sängerin, die ständig in Bewegung war und das Publikum mitriss. Mit solch peppigem Elan kam auch das Debütalbum daher. Musikalisch irgendwo zwischen Silbermond und Die Happy, insgesamt sehr facettenreich.

Mit „Circles“ erscheint nun fast drei später das zweite Werk. Inzwischen ist viel passiert. Sieben von zwölf Bandwettbewerben haben Jenix gewonnen, sie steuerten den offiziellen Song zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) 2011 bei und supporteten nationale und internationale Größen wie Sunrise Avenue, Mando Diao, H-Blockx, die Bloodhound Gang und Jennifer Rostock. Viel Erfahrung also für die junge Band aus Zittau in Sachsen, die nach elf Jahren immer noch in der Anfangsbesetzung spielt. Zwischendurch ist mal der Tourbus abgebrannt – ansonsten aber geht das Quartett gemeinsam durch dick und dünn.

„Circles“ startet mit dem rockigen Titel „Alaska“. Sehr stark, sehr atmosphärisch. Die Musik ist ein Stück kantiger, rauer geworden als beim Debüt. Jennys Stimme ist gewohnt mitreißend und gewaltig. Dazu gesellen sich deutliche Gitarrenriffs und ein wenig Elektronik. Die Auskopplung „We Are So Young“ ist dann weniger laut – doch wieder besticht Jenny mit ihren rockigen Vocals. Für das kommende Live-Feeling gibt es Tracks wie „40 Days“ und auch die Balladen-Fraktion kommt mit Stücken wie „Sorry“ nicht zu kurz. „Circles“ steckt voller Dynamik, Leidenschaft und Entschiedenheit. Mit viel Hingabe und Tatkraft erzählen Jenix Momentaufnahmen aus ihrem Leben. Und genauso turbulent, rasant, mal dramatisch, mal euphorisch mal sanft, wie es da zugeht, klingt das Zweitwerk der Band.

„Circles“ ist ein alles in allem äußerst kurzweiliges Vergnügen und zeigt Jenix von ihrer besten Seite. Sie singen weiterhin nur auf Englisch und tun gut daran. Die Band verfügt bereits über eine ordentlich ausgebaute Fangemeinde und ich bin sicher, diese wird von „Circles“ nicht enttäuscht sein. Ein klasse Album mit einer begnadeten Sängerin. Weiter so! Gibt es auch Nachteile? 37 Minuten sind kurz für ein Rockalbum. Daran kann man noch arbeiten.

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