Isvind legen mit „Daumyra“ noch einen drauf – Norwegischer Blackmetal at its best

VERÖFFENTLICHUNG» 16.08.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Wow. So schnell hätte ich jetzt nicht mit einem neuen Album gerechnet, liegen doch erst 2 Jahre zurück, als Isvind „Intet Lever“ rausgebracht haben. Der Abstand zum ersten Album „Dark Waters Stir“ war da doch enorm größer, nämlich mal eben 15 Jahre. Was die Herren Goblin und Arak Draconiiz die ganze Zeit gemacht haben, weiss man nicht so genau, allerdings fangen sie jetzt auf einmal sogar das „touren“ an.

Nun gut. Isvind hatten ja früher immer den Ruf „wie Darkthrone“ zu klingen, teilweise kann man diesen Vorwurf auch nachvollziehen, aber ich finde spätestens seit „Daumyra“, kann man das so nicht mehr im Raum stehen lassen. Es gibt hier diese typischen Isvind-Riffs – teils roh rockig, ja punkig sogar und dann diese getragenen eher melodischen – sehr vielseitig jedenfalls. Insgesamt strahlt „Daumyra“ sowieso eine sehr düstere, kalte und dichte Atmosphäre aus, so als wenn dieses Album via Zeitmaschine, Anfang der 90er aufgenommen worden wäre, hier gibt es jedenfalls für Anhänger des „alten norwegischen Blackmetals“ alles was man braucht – Isvind spielen einfach Blackmetal aus der Steinzeit, und das finde ich zumindest absolut klasse.

Die Produktion ist auch sehr gelungen, die Drums poltern schön, ohne dabei „billig“ zu klingen und die Gitarren „stürmen“ nur so vor sich hin. Das in Kombination mit Goblin’s Gesang (der sehr an Immortal zu alten Zeiten erinnert) ergibt genau den Sound den man sich wünscht wenn man an norwegischen Blackmetal der alten Schule denkt. Insgesamt ist das Album zwar nur rund 38 Minuten lang, was aber in diesem Falle eigentlich garnicht weiter auffällt, da man das Album auch gerne 2 mal nacheinander hört. Die acht Tracks sind dabei recht unterschiedlich und werden auf norwegisch oder englisch vorgetragen – der letzte Track trägt zudem den Titel „Klabautermann“.

Als Anspieltipps würde ich jetzt mal ganz klar „Bloodstorm“ und „Myra“ nennen, die beiden Songs zeigen so ziemlich alles was Isvind zu bieten haben, aber eigentlich steht jeder Song für sich da und einen Durchhänger gibt es meines Ermessens nach nicht. Für Freunde von rauhem Blackmetal ist dieses Album sozusagen ein Pflichtkauf, viel besser kann man es kaum machen. Hier ein kleiner Teaser:

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