James Blunt – Moon Landing: Die Liebe landet auf dem Mond

VERÖFFENTLICHUNG» 18.10.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Seit seinem ersten großen Erfolg mit „You´re Beautiful“ gilt James Blunt als Schmusesänger, und seine weiteren Hits haben nicht gerade dazu beigetragen, dieses Image zu korrigieren. Ein Rocker wird aus dem ehemaligen Berufssoldaten mit der soften Stimme in diesem Leben wohl auch nicht mehr werden, aber seine aktuelle CD „Moon Landing“ ist zumindest nicht komplett weichgespült.

Thematisch ist der Titel allerdings irreführend. Denn auch wenn im Booklet das Thema Mondlandung visuell präsent ist, kreisen Blunts Texte eigentlich fast nur um die Liebe. Da gibt es natürlich die üblichen melancholischen Balladen wie etwa den Opener „Face The Sun“ oder „Sun On Sunday“, aber auch musikalische Abwechslung. „Satellites“ etwa entwickelt sich trotz des eher melancholischen Textes im Refrain zum Gute-Laune-Pop und  die Single „Bonfire Heart“ hat eindeutig das Zeug zur Hymne.

„Bones“ ist ein überraschend tanzbarer Midtempo-Track und in „Postcards“ sorgt eine Ukulele für besonderes Flair und am Ende gibt es gar ein E-Gitarren-Solo. Eine sehr ruhige, bewegende Pianoballade ist dann wieder „Miss America“, Blunts persönliches Abschiedslied für Whitney Houston. Ebenfalls ganz sparsam beginnt „Blue On Blue“, steigert sich dann aber bis zu einem beinah schmerzhaft intensiven Finale.

„Moon Landing“ bietet alles, was man von einem James-Blunt-Album erwarten kann und ist bestimmt wieder für mehr als eine Radio-Ohrwurm-Nummer gut. Wer allerdings nicht auf gefühlvollen Pop und eine gute Portion Herzschmerz steht, sollte besser die Finger davon lassen.

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